Korruption, Mord und Kindesmißbrauch sind nur ein Teil von vielen Vorwürfen, die durch die WikiLeaks-Enthüllungen um Demokratin Hillary Clinton diskutiert wurden. Das komplette Ausmaß dieser Enthüllungen wird wohl noch lange für Gesprächsstoff, Recherchen und Ermittlungen sorgen. Big Data lässt grüssen.

 

Auch Star-Investor George Soros ist eine oft erwähnte Person bei den Mails um Berater John Podesta von der Demokratischen Partei. Wie viele es immer wieder sagten, wäre Clinton die Hauptfigur der progressiven Weltsicht. Auch Soros sieht sich als progressiver Mensch, der zu Studienzeiten von dem austrianisch-britischen Philosophen Karl Popper und seiner Idee von einer Offenen Gesellschaft inspiriert, worauf auch der Name seiner bekanntesten Stifung «Open Society» anspielt, die auf deutsch als Offene Gesellschaft übersetzt wird.

 

 

 

Von März bis November veröffentlichte WikiLeaks eine riesige Menge an Daten mit Bezug auf Hillary Clinton. Lange Zeit brauchten die Ermittlungsbehörden, um zuzugeben, dass sie überhaupt in irgendeiner Sache ermitteln. Dann wurden die Ermittlungen eingestellt und nun wieder aufgenommen. Auf Facebook liegt WikiLeaks ebenfalls im Trend, wie man hier sieht.

 


In den Medien feierte man schon den Niedergang von WikiLeaks und Julian Assange, dem man einen persönlichen Rachefeldzug gegen Hillary Clinton vorgeworfen hatte. Aber nicht nur das: Auch als Kreml-Instrument wurde der einst im Mainstream gefeierte Journalist immer wieder titutliert. Der Grund: Er hat Mainstream-Darling Hillary Clinton mit der E-Mail-Reihe komprommitiert. Bis zur Wahl war das ein No-Go gewesen, aber nun könnte sich auch hier das Blatt zum Guten wenden. Die politische Operation der Clinton Stiftung ist nun ins Visier der FBI-Ermittler geraten und dort ist noch lange nicht das letzte Wort gesprochen.

Worum es geht: Von März bis November veröffentlichte die Transparenz-Plattform geschätzte 110.000 Emails, die in drei Kategorien unterteilt werden: Die Clinton-Mails (März), die DNC-Leaks (Juli) und die Podesta-Emails (Oktober), die bis nach der Wahl in Tranchen veröffentlicht wurde. Zudem wurden im November weitere DNC-Leaks veröffentlicht, die aus dem Demcratic National Comitee stammen.

 

Das viele dieser Emails auch mehrseitige Anhänge enthalten ist die Seitenanzahl nur sehr schwer zu beziffern. Big Data sozusagen, also eine Datenmenge die man mit speziellen IT-Methoden nur hinreichend analysieren kann, um daraus Zusammenhänge und Indizien zu erkennen. Beispielsweise das menschliche Kommunikationsnetzwerk der Podesta Emails kann nur so präzise in einer Infografik dargestellt werden. WikiLeaks veröffentlichte eine entsprechende Infografik, die möglicherweise schon veraltet ist, weil danach weitere Emails veröffentlicht wurden.

Und das obwohl die Menge an Gesamtdaten auf dem WikiLeaks-Server etwa bei 10 Millionen Dokumenten aus den letzten 10 Jahren doch signifikant größer ist. Auf dieser Infografik kann man sich eine Zusammenfassung des Materials noch einmal vor Augen halten. Und auch hier ist es nicht ausgeschlossen, dass man in dieser Fülle von Dokumenten weiteres Material gegen die Clintons, ihre Stiftung und ihre Unterstützer finden kann. Also alles nur die Spitze des Eisbergs?

Im Mainstream schien es zeitweise ein Tabu zu sein, überhaupt die E-Mail-Affäre anzusprechen oder gar über Inhalte zu sprechen. Vergleichsweise anders ging man mit Trumps Vergangenheit um, wie wir aus der Veröffentlichung des Radio-Mitschnittes wissen, der breit und lang im Mainstream gebracht wurde. Aus den alternativen Medien sowie von WikiLeaks direkt, wurden stets die Inhalte vermittelt. So auch über die Verbindungen von Hillary Clinton und den Großbanken. Über Clintons Rede alleine schrieb WikiLeaks-Begründer Julian Assange ein Buch von 160 Seiten.

Überträgt man diese Zahl auf die Gesamtsumme der E-Mail-Serien von Hillary Clinton, so käme man auf etwa 750-800 Bücher mit 160 Seiten – alleine an Rohmaterial, welches noch beschrieben und analysiert werden müsste. Und hier ist noch zu beachten, dass man hier weder die Anhänge noch die Tatsache berücksichtigt, dass es auch um mehrseitige E-Mails handelt. Also insgesamt sind hier die Zahlen noch niedrig geschätzt. Ob die E-Mails nun ein strafwürdiges Verhalten der Clintons, der Stiftung oder anderen Betroffenen Personen enthüllen, muss das FBI entscheiden, dass als Ermittlungsbehörde der Justiz zur dritten Macht im Staate zu zählen ist.

 

 

Journalisten sind an sich die vierte Macht im Staate und haben die Aufgabe Skandale zu enthüllen und nicht zu vertuschen. Aber genau das hat der Mainstream in seiner Berichterstattung getan und noch die Quelle WikiLeaks angegriffen. Darüber hinaus war es für den Mainstream wichtiger darüber zu berichten, dass Trump seine Steuererklärung nicht veröffentlichte. Es war schon Indiz genug ihn für einen Betrüger und Steuerhinterzieher zu skandieren. Die Skandale der Clintons, die durch die E-Mail-Enthüllungen immer evidenter wurden, vertuschte man lieber. Wer nur Auszüge aus diesen Emails kennt, der wundert sich darüber nicht.

In den Podesta-Emails kamen viele Sachen auf einmal zusammen und waren der Grund für die Vorwürfe über Korruption, Sexskandale, Pädophilie, Mord, Umstürze und auch der verdeckte Einfluss der Medien über die Clinton-Berichterstattung. Während die Presse sich nun über das überraschende Ergebnis der Präsidentschaftswahlen in Amerika wundert, sind FBI und alternative Medien immer noch damit beschäftigt, die Skandale um Hillary Clinton zu untersuchen.

WikiLeaks hat noch einen Tag nach der Wahl E-Mail-Tranchen um Clintons Wahlkampfberater John Podesta enthüllt und es ist nicht auszuschließen, dass weitere noch folgen werden. Derzeit twittert WikiLeaks, dass das Schwesterabkommen von TTIP, das Transatlantische Freihandelsabkommen TPP, vom Tisch ist. Nun richten sich dort wieder vieles um das Dienstleistungsabkommen TiSA, über welches WikiLeaks vor 2,5 Jahren erstmals Details enthüllte. Auch diese Leaks wurden im Vergleich zu den Freihandelsabkommen TTIP und Ceta nur stiefmütterlich im Mainstream aufgegriffen. Folgt nun das nächste Wunder?

Jüngst hat Assange eine kleine Katze als Haustier in der Botschaft, wie Sputnik aktuell twittert

 

 

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