Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier kurzfristig zu einem Gespräch eingeladen. Das teilte  «Die Welt» unter Berufung auf den türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu mit.

 

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Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) wurde bei seinem Besuch in der Türkei von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan um ein Gespräch gebeten. Der deutsche Außenminister wird in Ankara am Dienstagnachmittag zudem von Ministerpräsident Binali Yildirim empfangen.

 
Steinmeier war am Vormittag zunächst mit seinem türkischen Kollegen Mevlüt Cavusoglu zusammengetroffen. Es ist Steinmeiers erster Besuch in der Türkei seit dem gescheiterten Putsch. Er benannte klar die deutsche Sorgen über Massenverhaftungen und die Einschränkungen der Meinungsfreiheit in dem Land. „Versteht es bitte in der Türkei nicht als Anmaßung, nicht als Belehrung von oben herab“, bat er nach einem Gespräch mit Cavusoglu.

 
Cavusoglu kritisierte noch einmal die Armenier-Resolution des Bundestages. Gleichzeitig drückte er seine Hoffnung aus, dass die deutsch-türkischen Beziehungen bald wieder „auf dem alten Stand“ sein könnten.

 

Zudem hatte Steinmeier am Morgen in der Residenz des deutschen Botschafters mit Vertretern der türkischen Zivilgesellschaft gesprochen. Dabei handelte es sich um Journalisten und Intellektuelle, die sich für Menschenrechte, Pressefreiheit und die Rechte der Kurden einsetzen.
 

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