Rund 6.000 Menschen haben sich im Zentrum Kiews zu einer Protestaktion versammelt, wie ukrainische Medien berichten. Der zentrale Platz der Stadt und die anliegenden Straßen sind von der Polizei gesperrt.

 

 

 

Einige demonstrieren demnach sich vor dem Parlamentsgebäude, die anderen vor der Nationalbank. Alle Teilnehmer müssen Metallsuchgeräte passieren, die Polizeibeamten durchsuchen nur einige wenige Auffällige.

 

Zuvor hatten der Oppositionsblock und die Partei „Batkiwschina“ (dt.: Vaterland) der Ex-Premierministerin Julia Timoschenko friedliche Protestaktionen in allen Regionen des Landes gegen die gültigen Machthaber in der Ukraine angekündigt: unter anderem gegen den Präsidenten Petro Poroschenko und die Nationalbankchefin Waleria Gotarjowa.
 
Die Demonstranten fordern unter anderem die Ermäßigungen von Kommunalgebühren, die Erhöhung des Mindestlohns und der Renten sowie die Rückgabe von Geldanleihen durch Pleitebanken. Einige trugen Plakate mit der Aufschrift „Die Bande loswerden!“ oder der Forderung nach Amtserhebung des „Offshore-Lügners“ Poroschenko.

 

Timoschenko hatte am Montag die Ukrainer zu einem neuen Maidan auf die Straße gerufen. Ukrainische Sicherheitsdienste machten für die Protestaktionen sofort „die Hand des Kremls“ verantwortlich. Tatsächlich aber haben es die Menschen laut Timoschenko „einfach schon satt“.
 
„Sie (die Beamten – Anm. der Red.) verstecken sich hinter dem Krieg und machen das Land korrupt und rauben es aus“, so die Ex-Premierministerin des Landes.