63 Prozent der Russen wollen den amtierenden Präsidenten Wladimir Putin auch nach 2018 als Staatschef sehen, wie eine aktuelle Studie des Meinungsforschungsinstituts Levada-Zentrum ergab. Das sei der höchste Wert seit Oktober 2012 ist, schreibt dazu die russische Zeitung „Wedomosti“.

 

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Der Soziologe Denis Wolkow kommentierte dieses Ergebnis gegenüber der Zeitung: Seit 2008 hatte sich zunächst die Ansicht verbreitet, das Land bewege sich in eine Sackgasse, bis zu den Ereignissen im Jahr 2014 sei die Popularität der russischen Führung relativ gering geblieben.

 

„Erst mit der Wiedervereinigung der Krim, zeigte die russische Führung, dass Russland als Großmacht wieder auflebt, und basierend auf diesem Nationalismus, änderte sich die Situation gewaltig.“ Auf einen neuen Staatsführer würden derweil diejenigen spekulieren, die in grundsätzlichen und persönlichen Fragen unzufrieden seien. Diese Personen jedoch würden kaum verstehen, wie das politische System funktioniere, so der Soziologe.

 

Der Anteil der Personen, die sich in der Levada-Umfrage Ende Oktober gegen eine vierte Amtszeit Putins aussprachen, betrug 19 Prozent.  Im Vergleich zu den früheren Umfragen, wo noch etwa 40 Prozent für einen neuen Präsidenten waren, ist er um über 20  Prozent gesunken. 26 Prozent der Befragten meinten, bis zu den Präsidentschaftswahlen 2018 könnte sicher noch eine neue Persönlichkeit auftauchen, um Putin zu ersetzen. Im Jahr 2012 glaubte mit 49 Prozent noch fast die Hälfte der Befragten an eine solche Option.

 

 

 
Die Präsidentschaftswahl in Russland ist für den Mai 2018 geplant. Der amtierende Staatschef äußert sich nicht zu einer möglichen Kandidatur. „Viel zu früh“, kommentierte er entsprechende Anfragen.

 

 


 

 

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