Alle Schläge der russischen Luftwaffe in Syrien seien zielgerichtet, wie der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow am Mittwoch sagte. Damit reagierte er auf mehrere Medienberichte über angeblich „massive Bombardements“ durch russische Kampfflieger in Syrien.

„Alle unsere Luftangriffe in Syrien sind gezielt, angemessen und übergeprüft“, so der Diplomat.  Militärischem Vorgehen irgendwelche „Aufkleber“ zu verpassen, sei derweil offenbar vielmehr Sache derjenigen, die „politisch und auf andere Art gegen Russland vorgehen wollen.“ Das sogenannte Lausanne-Format werde darüber wohl kaum informiert: „Ich bin nicht bereit, eine solche Einschätzung dieses Schlags zu wiederholen“, sagte Rjabkow dazu.

 

 

 

Laut Rjabkow liegen Militärkontakte und die Benachrichtigung anderer Länder im Zuständigkeitsbereich des Verteidigungsministeriums.  Das russische Militär unterhalte weiter Kontakte zu Syrien mit seinen US-amerikanischen Kollegen, darunter auch in Genf.

Zuvor hatte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, die Behauptung, die russische Luftwaffe habe im syrischen Aleppo „ein drittes Krankenhaus innerhalb eines Tages“ bombardiert, als pure Lüge bezeichnet.

 

Konaschenkow betonte, bei dem massiven Schlag mit Marschflugkörpern gegen Objekte des „Islamischen Staates“ (IS, auch Daesh) und der „Dschebhat an-Nusra“ am Dienstag in Syrien sei kein einziges Ziel in Aleppo angegriffen worden. Flugzeuge der russischen und der syrischen Luftwaffe würden bereits seit mittlerweile 28 Tagen keine Angriffe auf Aleppo mehr fliegen.

Mitte Oktober hatten Vertreter Russlands, der USA, des Iran, des Irak, Saudi-Arabiens, der Türkei und Katars, Jordaniens und Ägyptens sowie der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, in Lausanne Bedingungen für eine Rückkehr zum Waffenstillstand in Aleppo und eine Deeskalation der Krise in den internationalen Beziehungen erörtert.

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