Donald Trump wird der 45. Präsident der USA werden und am 20. Januar 2017 offiziell sein Amt antreten. Freudige Stimme  kamen auch aus Russland, weil man sich eine bessere und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Republikaner erhofft. Aber dennoch sollte man aufpassen, denn Donald erinnert ein wenig an Ronald aus den 1980er Jahren.

 

Die Duma applaudierte als dort Donald Trump als Sieger der US-Präsidentschaftswahl angekündigt wurde. Verständlich, denn mit dem Republikaner erhofft und erwartet man sich eine bessere Zusammenarbeit als mit der Demokratin Hillary Clinton, die für viele Experten als Garant für den Dritten Weltkrieg gesehen wurde. Mit Donald Trump ist nun ein Mann Präsident geworden, der Amerika wieder großartig machen will und dafür auch bereit ist, die aggressive und vor allem kostspielige US-Außenpolitik zu drosseln. Viele erinnert die Wahl von Trump auch an die Wahl von Ronald Reagan in den 1980er Jahren. Der Schauspieler wurde unterschätzt und belächelt, zu unerfahren oder einfach nicht intelligent genug, aber dennoch ging Reagan irgendwie als Sieger im Kalten Krieg hervor, mit einigen Gründen.

Bis in die 1980er Jahre hatte die Sowjetunion im Krieg zwischen Ost und West die Oberhand. Der Ostblock glänzte durch Fortschritt und man konnte die meisten Stellvertreter-Kriege für sich entscheiden, aber unter Reagan hatte sich das Blatt gewendet. Es begann mit dem Einmarsch der Sowjetunion nach Afghanistan, wo die USA durch CIA die islamistischen Mudjahedin finanziell und mit Waffen unterstützte und der Sowjetunion damit eine schmerzliche Niederlage herbeiführte. Auch machte man unter Reagan in den USA viele Fortschritte in Sachen Computertechnik und anderen wissenschaftlichen Disziplinen. Dies war auch schon deswegen möglich gewesen, weil man den Stellvertreter-Krieg in Afghanistan mit erheblich geringerem Aufwand führte und das Ansehen der USA wenig beschädigt wurde. Für die Sowjetunion war der Einmarsch, der Krieg und der Rückzug aus Afghanistan ein erheblicher Image-Schaden.

Vor allem auch deswegen, weil man zu spät erkannt hatte, sich dort möglichst schadlos zurückzuziehen. Der Geopolitik-Stratege Brezinski sprach einst von der Afghanistan-Falle in die man die Sowjetunion lockte. Aktuell befinden sich die USA in Afghanistan und haben dort ihr Drama — wer anderen eine Grube gräbt, der fällt selbst hinein, könnte man es auch sagen, wenn man schadenfroh ist. Zurück zu Reagan, der bekanntlich Schauspieler war und es auch als Präsident geblieben ist. Die USA haben die 1980er Jahre vor allem durch Täuschung, Propaganda und Tricks für sich entscheiden können. Ob Filme wie Top Gun oder reale Inszenierungen wie in Schweden, wo man amerikanische U-Boote als «feindliche Sowjet-Boote» verkaufte und damit das neutrale Königreich durch gezielte Täuschung das erwünschte Handeln abverlangen konnte. All das passierte unter Präsident Reagan, der lange zuvor auch von der Presse angefeindet wurde und durch die Bank weg unterschätzt wurde.

Um ein ähnliches Szenario zu vermeiden, ist es wichtig, dass man die US-Außenpolitik genau im Auge behält und nicht in Gutgläubigkeit verfällt. Auch wenn es den Eisernen Vorhang nicht mehr gibt, so ist die Rivalität zwischen den USA und Russland in vielen Bereichen immer noch präsent. Die USA werden immer wieder aus den Fehlern Russlands Profit schlagen, ob politisch, wirtschaftlich oder kulturell. Das sollte im Hinterkopf bleiben, wenn man sich nun auf eine Ära von Donald Trump einstellen muss, der wohl dennoch als das kleinere Übel zu Hillary Clinton gesehen werden kann, die für weitere Konflikte und nicht für die Bewältigung von Konflikte stand. Immerhin: Trump will die Krim als einen Teil von Russland anerkennen und sich weniger in die Konflikte Europas einmischen.

Gerade im Bereich Spionage, Rüstung und Technologie konnte der Westen auftrumpfen. Frankreich konnte den KGB-Agenten «Farewell» für sich gewinnen, die USA machten in der Mikrotechnologie und Rüstung — vor allem im Weltall — die Sowjetunion überholen. Wie gerade der Bereich «Täuschung» und elektronische Kriegsführung von den USA bestimmt wurde, kann man in der oberen Reportage sehen, die beispielsweise auf die Explosionen der Öl-Pipelines in Sibirien hinweist. Man verkaufte dem KGB-Agenten «Farewell» Technologie mit Extras — beispielsweise durch Trojaner, die man in der Technologie aufbaute und von Sowjetischen Ingenieuren nicht immer erkannt wurde.

Das ist einerseits Chance, andererseits auch eine Gefahr, dass Trump sowohl über- als auch unterschätzt. Denn ob Trump seine Versprechen auch real werden lässt oder wie Obama die Konflikte weiter antreibt, das bleibt abzuwarten. Auch wird der Einfluss der progressiven politischen Strömung in Amerika sich nicht von heute auf morgen in Luft auflösen. Nein, im Gegenteil. Auch aus der Opposition heraus kann diese Strömung dem Republikaner viele Steine in den Weg legen. Und bislang ist das Amt des US-Präsidenten auf vier Jahre begrenzt, eine Zeit die doch sehr schnell vergehen kann und vieles auch vergessen machen lässt. Zudem darf auch eine zurückhaltende US-Politik Russland nicht dazu veranlassen sich in Konflikte zu verwickeln, bei denen man mehr zu verlieren als zu gewinnen hat.

 

Aktuell wird sich Republikaner Trump darum bemühen, das gespaltene Amerika zu einen. Denn die Opposition ist seit einer Woche voll im Gange, der Welt zu zeigen, dass man gegen Trump ist und viele zeigen sich mit der Wahl nicht einverstanden. Auch eine Täuschung, denn man sieht auch hier, dass viele Proteste vom progressiven Movement  — allen voran Soros — angezettelt wurden. Eine Biographie des konservativen Reagan auf Arte kann auf dem oberen Video abgerufen werden.

Nun ist Donald nicht Ronald, aber dennoch zeichnet sich medial eine gewisse Ähnlichkeit ab. Auch Trump, aber vor allem seine Wähler, werden gerne als Hohlköpfe bezeichnet, wie einst Reagan, dabei dachte er wie viele sich erinnerten als jemand der 10mal schneller dachte als der Rest. Und wer denkt, dass psychologische Kriegsführung ein Relikt aus dem Kalten Krieg ist, der muss sich nur die aktuelle Lage auf der Welt anschauen oder in das aktuelle Weissbuch des Verteidigungsministeriums betrachtet. Wie Trump sich nun verhält und vor allem was er hält bleibt abzuwarten. Viele bezeichnen ihn als unberechenbar, aber das sagt man auch seinem russischen Gegenpart Wladimir Putin nach. Bislang erhofft sich Russland einen besseren Dialog mit den USA und beide haben bereits zum zweiten Mal miteinander telefoniert.

 

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