Der kanadische Vizeaußenminister Mark Gwozdecky hat entgegen der eigentlich harten Linie Ottawas gegenüber Russland Moskau besucht, um die Situation in der Ukraine und Syrien zu besprechen, wie Reuters meldet. In seiner Heimat hat das offenbar Besorgnis ausgelöst.
 
Der kanadische Vizeaußenminister hatte sich demnach bereits am 1. November mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Rjabkow getroffen. Die kanadische Opposition fürchtet nun, Ottawa könne die Sanktionen gegen Moskau mildern. Gwozdecky ist damit der erste hochrangige Politiker des Teams des im vorigen Jahr an die kanadische Macht gekommenen Premiers Justin Trudeau, der Moskau besuchte.

 

Der Besuch Gwozdeckys hatte kurz vor dem Sieg des Milliardärs Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl stattgefunden. Reuters schreibt, dass, falls Trump seine Versprechungen einer Annäherung zwischen Moskau und Washington erfüllen sollte, „die transatlantische und europäische Front gegen Russland zerfallen“ könnte.

 

Die kanadische Opposition fragt sich nun, ob der amtierende kanadische Außenminister Stephane Dion eher die Beziehungen mit Russland normalisieren und die existierenden Sanktionen möglicherweise nicht verlängern könnte.

 

Premier Trudeau hatte noch am Montag von einer „Chance“ gesprochen, in einigen Fragen „einen konstruktiven Dialog mit Russland“ zu erreichen.

 

Quelle: Sputnik