Eine Aktivistin der ukrainischen Protest-Bewegung „Femen“ hat ein neben der deutschen Botschaft in Kiew aufgestelltes Fragment der Berliner Mauer oben ohne mit einem Hammer zerstört, heißt es auf der Internetseite der umstrittenen Organisation. Fotos der Aktion tauchten im Internet auf.

 

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„Im Namen des Protests gegen die Errichtung von Mauern auf dem Weg der Ukraine zu einer demokratischen und europäischen Zukunft, hat die Femen-Sextremistin das legendäre Symbol der Welt- und Menschentrennung – ein Fragment der zerstörten Berliner Mauer neben der deutschen Botschaft in der Ukraine – zerschlagen“, verlautet es aus der Organisation.

 

Da auf den Aufnahmen jedoch keine Zerstörungen des Kulturobjekts zu sehen sind, vermuten manche Internet-Nutzer, dass die Aktivistin lediglich für die Kamera posiert habe und wohl nicht genügend Mumm gehabt habe, richtig zuzuschlagen.

 

Diese Aktion mit dem sprechendem Namen „Break the Walls“ sei ein Symbol des Protests gegen „künstliche Hindernisse“, die der Ukraine den Weg zur Visafreiheit mit der EU erschweren.

„Die Femen-Bewegung hat sich stets für europäische demokratische Werte eingesetzt und heute wollen wir der Welt noch einmal nahebringen, dass die Ukraine Europa ist“, heißt es auf der Webseite ferner.

 
Zuvor hatte die Agentur Reuters unter Verweis auf Quellen aus diplomatischen EU-Kreisen gemeldet, dass der EU-Rat am Donnerstag grundsätzlich einer Visa-Liberalisierung für die Ukraine zugestimmt haben soll, aber unter bestimmten Bedingungen — die Visa-Freiheit könnte von der EU wieder entzogen werden, wenn es zu einem deutlichen Anstieg von „unbegründeten Asylanträgen“ oder zu Verstößen gegen die Verweildauer kommt.

 

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte bereits im Juni 2014 versprochen, dass die Ukrainer ab Januar 2015 visafrei in die Europäische Union einreisen können. Später gab er an, der entsprechende Beschluss solle auf dem Riga-Gipfel im Mai 2015 getroffen werden. Laut Angaben verschiedener ukrainischer Medien ist das bereits das 13. Versprechen. So habe er noch vor seiner Präsidentschaft mehrmals nacheinander versprochen, dass ukrainische Bürger 2012, 2013 und 2014 visafrei nach Europa reisen könnten.

 

Quelle: Sputnik