Der wirtschaftliche Erholungsprozess in Russland hält an. Industrie und Landwirtschaft sind hierbei die treibenden Kräfte. Auch die Zukunftsaussichten sind positiv.

 

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Im Oktober erhöhte sich die russische Industrieproduktion gegenüber dem Vormonat um ganze 5,8 Prozent, was den höchsten Anstieg seit April darstellt. Auch die Inflation sank auf 6,1 Prozent im Jahr, was deutlich unter den Erwartungen liegt. Zudem verzeichnet auch die russische Landwirtschaft weiterhin große Erfolge, was die Binnenwirtschaft ebenso stärkt. Denn die jährliche Wachstumsrate in diesem Sektor liegt bei derzeit etwa 3 Prozent, was dem Ziel der Autarkie im agrikulturellen Sektor dient.

 

Inzwischen kann Russland verkünden, die Nahrungsmittelimporte im Vergleich zum Vorjahr um rund 10 Prozent gesenkt zu haben. Im Gegenzug stieg das Land zum weltweit größten Weizenexporteur auf – und das ganz ohne Gentechnik, wie es bei den USA und Kanada beispielsweise der Fall ist. Laut dem russischen Landwirtschaftsminister, Alexander Tkatschew, soll bis zum Jahr 2020 beim Außenhandel mit Lebensmitteln ein Ausgleich erzielt werden. Zum Vergleich: Wurden vor zehn Jahren noch viermal so viele Lebensmittel importiert als exportiert, so liegt das derzeitige Exportvolumen nur noch um das Eineinhalbfache unter jenem des Imports.
 
Inzwischen erwartet man mit der Rubel-Stabilisierung und den sich stets verbessernden Beziehungen mit vielen anderen Ländern auch die weitere Ausweitung der ausländischen Direktinvestitionen im Land, die ein weiteres starkes Wirtschaftswachstum ankurbeln sollen. Vor allem jedoch versucht man seitens der russischen Regierung, die immer noch starke wirtschaftliche und finanzielle Abhängigkeit von Erdöl und Erdgas weiterhin stark zu reduzieren und die russische Wirtschaft zu diversifizieren.

 

Von Marco Maier, Contra Magazin