Russlands Verteidigungsministerium hat das Scheitern der bisher eingeführten humanitären Pausen in Aleppo mit der mangelnden Vorbereitung der zuständigen UN-Vertreter und mit den Handlungen der Terroristen erklärt.

 

Der Behördensprecher Generalmajor Igor Konaschenkow teilte am Sonntag mit, dass Russland nach wie vor bereit sei, alle Initiativen zur Beförderung von Hilfsgütern nach Aleppo zu unterstützen. Während der jüngsten humanitären Pause seien zwei russische Offiziere verletzt worden.

 

«Russland hat schon mehrmals humanitäre Pausen in Aleppo für unterschiedliche Zeitspannen eingeführt. Jedes Mal scheitern sie aber an zwei Ursachen: Die UN-Vertreter erweisen sich als nicht bereit, humanitäre Hilfe zu befördern, während die Terroristen in Aleppo nicht darüber informiert sind, dass man mit ihnen eine Evakuierung von Einheimischen vereinbart hat», sagte Igor Konaschenkow. Das Ergebnis sei, dass zwei Offiziere des russischen Zentrums für Versöhnung der Konfliktparteien bei der jüngsten humanitären Pause durch Splitter verletzt worden seien.

 

Zuvor hatte der Assistent des UN-Sondergesandten für Syrien, Jan Egeland, erklärt, dass die Vereinten Nationen von der bewaffneten Opposition in Aleppo schriftliche Garantien bekommen hätten, dass der humanitäre Plan für Ostaleppo erfüllt werde. Jan Egeland zufolge bräuchte nun die UNO schriftliche Garantien von Moskau und Damaskus. Russland zweifelt seinerseits an den von der bewaffneten Opposition unterzeichneten Dokumenten.