Unter dem Hashtag #Pizzagate kocht momentan gerade ein Skandal ungeahnten Ausmaßes hoch. Ihren Ausgang nahm diese Geschichte in den „Podesta Emails“, die im Zuge der jüngsten WikiLeaks-Veröffentlichungen ihren Weg an die Öffentlichkeit fanden. Dort nahmen sich dann – wieder einmal – Alternativ-Journalisten der Sache an. Die Indizien, die bisher gesammelt wurden, erfordern bereits jetzt einen starken Magen.

Von Marcello Dallapiccola

Eines vorweg: Es gibt nur Indizien, keine Beweise. Bisher ist alles, was zum Thema #Pizzagate gesagt werden kann, pure Spekulation. Der geneigte Leser möge sich die hier verlinkten Artikel und die darin angeführten Indizien selber zu Gemüte führen und in Ruhe abwägen, was glaubhaft erscheint und was nicht. Doch immerhin hat – ob wissentlich oder nicht, ist Gegenstand heftiger Spekulationen – niemand geringerer als Julian Assange persönlich diese Geschichte angestoßen. (Wobei sich gleich die Frage stellt, ob das vielleicht der Grund war, warum ihm ausgerechnet kurz vor der US-Wahl das Internet abgedreht wurde.)

Findige Alternativ-Journos haben sich dieser Dokumente angenommen und tausende Emails gesichtet, wobei sich ihnen nach und nach ein Muster eröffnete. Es geht um Kinderhandel, Kinderprostitution, ja gar von satanischen Messen und okkulten Ritualmorden ist die Rede; verwickelt darin sollen neben Hillary Clintons Wahlkampfmanager John Podesta und dessen Bruder auch gleich die Clintons höchstselbst sowie ein nicht unwesentlicher Teil des Establishments von Washington D.C. sein.

Einen guten Überblick bietet (auf englisch) das Video „Understanding #PizzaGate (Opening the Rabbithole)“. Warnung! Das ist nichts für schwache Nerven. Für diejenigen, die mit dem genuschelten Ami-Slang des junges Mannes Probleme haben, hat der nimmermüde „Freemann“ auf seiner Seite „Alles Schall und Rauch“ eine sehr übersichtliche Zusammenfassung über die wesentlichsten Fakten veröffentlicht.

Die Indizien sind mannigfaltig, wirken aber auch ziemlich dubios. Immer wieder diese Erkennungssymbole der «Pädo-Szene», E-Mails, die nur dann einen Sinn ergeben, wenn man gewisse Worte als Codes liest, grausige „Kunstwerke“ mit Pädosex-und Folterszenen im Büro von Clintons Wahlkampfmanager, eine weltbekannte Künstlerin (Marina Abramovic) die zu einem „Spirit Cooking“ einlädt, bei dem gewisse Körperflüssigkeiten „verspeist“ werden sollen … alles irgendwie schräg. Ein gesunder Mensch tut sich schwer damit, sich darauf einen Reim zu machen.

Dennoch scheint etwas dran zu sein an der Sache. Dass man Assange ausgerechnet jetzt das Internet abdreht ist allein schon bemerkenswert. Wäre doch die vier Jahre davor sicher auch locker gegangen. Auch das beredte Schweigen der Systemmedien in dieser Sache spricht wieder einmal Bände.

Vielmehr scheint so, als würde bereits eine Gegenkampagne anlaufen: Ein erster Twitter-Account wurde gesperrt, nachdem über diesen mehr als 20.000 Accounts, die mit Kinderpornographie in Zusammenhang stehen, veröffentlicht wurden. Man sanktioniert also die Aufdecker, nicht die Pädophilen. Ein untrügliches Zeichen, dass hier etwas vertuscht werden soll.

 

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