Der Schleier des Geheimnisses des verschwundenen italienischen Geschäftsmannes Sergio Zanotti, 56 Jahre alt, der in Syrien von einer Gruppe der selbsternannten (oder echten) Terroristen entführt wurde, über welche nur noch wenig bekannt ist, wird noch dichter.

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Wie die italienische Medien berichten, kam Sergio Zanotti Mitte April in die Türkei an. Es ist unbekannt, wie genau er verschwand und wie er nach Syrien landete. Das Drohung-Video mit dem Italiener wurde vermutlich am 15 November aufgenommen (das Datum steht auf dem Papier, das der Gefangene Zanotti in seiner hält). Der Entführte behauptet, er solle seit 7 Monate im Gefängnis zu sein.

 

News Front hat das Video am 22. November erhalten und sofort veröffentlicht, dennoch in den italienischen Medien erschien die Meldung über den entführten Italiener nur noch eine Woche später, am 29. November, als es seit der Aufnahmezeit zwei Wochen verging. Aktuell könnte es im Zanottis Schicksal vielleicht etwas geändert werden.

 

Nachdem der Terrosrist die Bestätigung bekam, dass das Video auf der NewsFronts Webseite veröffentlicht wurde, hat er t auf die Fragen, wie die italienische Regierung ihn finden könnte, um den Kontakt aufzunehmen, und was er wolle, nur eine Antwort hingepfeffert: Der Ahmad Medi, der sich als Abu Jihad vorstellte, der für die Entführung des europäischen Gefangenen vermutlich verantwortlich wäre, sagte, die italienische Regierung werde uns schon finden, Ihr Geschäft sei es, nur das Video zu veröffentlichen.

 

Es kann wohl sein, dass wir bald ein anderes, mehr entsetzliches Horrorvideo sehen werden müssen, wo der Italiener schon ohne Kopf sein könnte, denn, natürlich, die italienische Regierung nichts tun könnte, um die Freilassung der Gefangenen zu ermöglichen.

 

Im Gespräch mit dem Entführer gab es keinen Hinweis auf ein mögliches Lösegeld. Der Terrorist Abu Jihad behauptete, dass er dieses Video verteilen möchte, um diesem Mensch zu helfen. Er bedeutete der NewsFront, dass er keine Entschädigung in Geld benötigt, während häufig Medien bis zu Hundert Tausend Euro für solche Videos zahlen müssen.

 

Die Nachrichtenagentur Sputnik wendete sich an den Leiter von NewsFront, Konstantin Knyrik, um sich über die Situation Aufklärung zu verschaffen, die immer noch vage ist.  

 

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Könnten Sie uns bitte über alle Entwicklungsstufen der Geschichte erzählen, die zur Veröffentlichung geführt hatten?

 

Wir bekamen am 22. November das Video von einem «Dschihadist» und haben es sofort veröffentlicht. Zuerst haben wir die Identität des Häftlings überprüft, wir fanden seine Profile und stellten heraus, dass seine soziale Netze-Profiles seit dem Frühjahr des Jahres nicht aktiv sind. Also seit dem Moment, als er vermutlich verschwand.  Dann haben wir zusammen mit den  italienischen Kollegen die Echtheit des Videos überprüft und festgestellt, dass die Information, die uns ausgeliefert wurde, wirklich den Bezug zu einem Bürger Italiens hat: Der Screenshot seines Reisepasses und seine Redeweise halfen uns dabei.

 

Als wir die Echtheit des Videos feststellen konnten und es uns klar wurde, dass wir dem entführten Mensch möglicherweise helfen könnten, haben wir das Video auf unserem YouTube-Kanal veröffentlicht, und ins alle eingängige für uns Sprachen übersetzt. Zur gleichen Zeit haben wir alle erhaltene von Dschihadisten Materialien per-Post an das Außenministerium Italiens gesendet, um ihnen das volle Bild von dem zu vermitteln, was passierte, damit sie den Täterprofil von Dschihadisten verstehen könnten.

 

 

Wie könnten Sie aus dem journalistischen Blickwinkel erklären, wieso fing man in Italien über diese Geschichte nur nach einer Woche an zu sprechen?

 

Ich finde es sehr seltsam, denn es sich um einen Bürger von Italien handelt. Es wäre im Interesse des italienischen Staates, etwas schnell für seine Rettung zu tun. Wir behielten  die italienische Medien im Auge, und sahen, das der erste Artikel bei der Agentur Ansa nur am 28 November erschien, oder einen Tag später. Danach wurde die Meldung von anderen Medien aufgegriffen.

 

Ich vermute, dass, als man der Ursprung des Videos gesehen hatte, hat man den Schein geschafft, dass es nichts passiert, denn man dachte: Wenn es keine Information gäbe, dann habe man kein Problem.

 

Auf welche Weise wurde die Vermutung bestätigt? Das Video erschien auf unseren YouTube-Kanal und auf unseren Webseite am 22. November, und am 26. November und am folgenden Samstag haben wir eine Erhöhung von Anschauen aus Italien festgestellt, vor allem bei unseren englischen und spanischen Webseiten. Die Meldung hatte sich breit in den sozialen Netzwerken verbreitet, und schon am Sonntag, den 28. November, wurde sie von der Agentur Ansa und anderen italienischen Ausgaben veröffentlicht.

Der Dschihadist versprach Ihnen nach der Veröffentlichung noch weitere Videos an ihre Agentur zu schicken, haben Terroristen Ihnen noch etwas geschrieben?

 

Nein, wir hatten keine Möglichkeit mehr, den Mann, der uns das Video sandte, zu kontaktieren, denn Facebook, der  üblich sehr loyal zu den Dschihadisten  ist, den Account von ihm(Terrorist) vorsorglich gesperrt hatte. Zurzeit wurden bezüglich der Entführung Zanottis weder offiziellen Anfragen noch Anforderungen an seine Befreiung erhalten.

 

 

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