Deutsche Medien sind aufgrund der erfolgreichen Tests des russischen Eisenbahnraketenkomplexes «Bargusin» besorgt, sie bezeichnen ihn als „Horror-Atomzug“ und blicken zurück in die Zeit des Kalten Krieges.

 

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Die Nato-Entscheidung vom Bündnis-Gipfel im Juli des laufenden Jahres, zusätzliche Truppen in Polen und den baltischen Staaten zu stationieren, blieb von russischer Seite nicht völlig unbeachtet. In Moskau sehe man die Stärkung des russischen Militärs im Kaliningrader Gebiet sowie die Entsendung zusätzlicher Divisionen an die Westflanken als erforderliche  Gegenschritte gegenüber der Expansionspolitik des Westens, berichtet „Die Welt“.

 

„Moskau sieht vom Westen rote Linie überschritten“, schreibt das Blatt und aus eben diesem Grunde habe sich Russland für die Modernisierung des russischen „Atomzugs“ entschieden: des Eisenbahnraketenkomplexes „Bargusin“, ausgestattet mit Interkontinentalraketen.

 

Russland bereite sich auf den zweiten Kalten Krieg vor, schreibt Focus Online. Ihnen zufolge ist der „Bargusin“–Komplex in ständiger Bewegung und jederzeit bereit, strategische Ziele im Westen anzugreifen. Dies sei stets das eigentliche Ziel der „Geisterzüge“ gewesen, die Russland 2005 aus dem Betrieb genommen hatte. Zudem erschwere sich das Entdecken der Züge aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit üblichen Kühlzügen, so Focus.

 

Zuvor hatte Juri Solomonov, Chefkonstrukteur der Bodenraketensysteme des Moskauer Instituts für Wärmetechnik, gemeldet, dass die Testphase für den Raketenkomplex für das vierte Quartal 2016 geplant war. Im Frühjahr 2017 sollte das russische Verteidigungsministerium den russischen Präsidenten über das Projekt informieren. Im November berichteten russische Medien über die erfolgreichen Tests des Komplexes.

 

Im Gegensatz zu seinem sowjetischen Vorgänger ähnelt «Bargusin» von außen einem herkömmlichen Personenzug, soll jedoch mit sechs Interkontinentalraketen ausgerüstet werden können.

 

 

Quelle: Sputniknews

 

 

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