Die Abstimmung über einen Resolutionsentwurf des UN-Sicherheitsrats zu Aleppo ist zum Zeitpunkt der Verhandlungen zwischen Russland und den USA kontraproduktiv, sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow, berichtet RIA «Nowosti».

 

1476088656

 

Ihm zufolge wird eine zehntägige Waffenruhe den Terroristen die Möglichkeit geben, sich neu zu gruppieren und ihre Kräfte zu bündeln.

„Über diesen Entwurf unter den aktuellen Bedingungen abzustimmen, halte ich für kontraproduktiv, weil es gegen die Vorgehensweise wäre, die zurzeit zwischen Moskau und Washington als Co-Vorsitzende der Internationalen Unterstützungsgruppe für Syrien vereinbart wird“, so der Außenminister.

 

Laut Lawrow geht es im Resolutionsentwurf „überhaupt nicht um den Rückzug der Kämpfer, sondern um eine sofortige Feuerpause“.

„Dabei gibt es überhaupt keine Forderungen an die Kämpfer. Es gibt einen Aufruf zu einer sofortigen Feuerpause, während den Kämpfern zehn Tage gegeben werden, was kein kleiner Zeitraum ist, um zu entscheiden, ob man sich dem Regime der Waffenruhe anschließen will oder nicht“, so der Diplomat weiter.

 

Dem russischen Außenamtschef zufolge werden die Terroristen die Feuerpause zweifellos nutzen, um ihre Kräfte zu bündeln.

„Wir haben überhaupt keine Zweifel, insbesondere wenn man den Verlauf der vergangenen Feuerpausen in Betracht zieht, dass eine zehntägige Pause dieser Art, welche die Enthusiasten des Resolutionsentwurfes den Kämpfern so großzügig zur Verfügung stellen wollten, eindeutig dafür genutzt wird, um sich neu zu gruppieren, die Kräfte und Mittel der Extremisten zu bündeln und somit die Befreiung Ost-Aleppos von ihnen zu erschweren.“

 

In diesem Zusammenhang bezeichnete Lawrow den Resolutionsentwurf des UN-Sicherheitsrats zu Aleppo als einen „provokativen Schritt, der die russisch-amerikanischen Bemühungen untergräbt“.

 

Quelle: Sputniknews

 

 

Метки по теме: ;