Der chinesische UN-Botschafter Liu Jieyi hat bei der jüngsten Sitzung des UN-Sicherheitsrates seinen englischen Kollegen Matthew Rycroft scharf kritisiert, wie Reuters meldet. Anlass dafür war die von Russland und China blockierte Resolution zu Aleppo.

 

 

 

 
Der chinesische UN-Botschafter Liu Jieyi habe Matthew Rycroft demnach aufgefordert, „die Atmosphäre nicht zu vergiften“ und die Regeln des UN-Sicherheitsrates zu beachten. Der britische UN-Botschafter war bei der Sitzung offenbar sehr erstaunt darüber, dass Russland und China gegen die Resolution gestimmt hatten. „Russland und China haben ihr Veto-Recht nicht aufgrund mangelnder Diskussionen geltend gemacht, sondern wegen des langjährigen, unangebrachten Glaubens an einen Despoten, der  knapp eine halbe Million seines eigenen Volkes getötet hatte“, brach es dann aus Rycroft heraus.

 

 

Am Montag hatten Russland und China im UN-Sicherheitsrat eine Resolution zu einer siebentägigen Waffenruhe in Aleppo blockiert, weil diese den Kämpfern im Gegenteil Vorschub leisten könnte. Noch vor der Sitzung des Sicherheitsrates hatte der russische UN-Botschafter Vitali Tschurkin darauf hingewiesen, dass die Abstimmung bis zum Treffen der Experten aus den USA und Russland verschoben werden solle. Dieses Treffen sei am 2. Dezember von den Außenministern der USA und Russland vereinbart worden, doch nach kurzen Beratungen im Sicherheitsrat sei die Resolution schon zur Abstimmung gebracht worden.

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