Zehntausende von E-Mails belegen eine Zusammenarbeit von Erdogans Schwiegersohn mit dem «Islamischen Staat», bei der es vor allem um Öl-Importe aus den IS-Territorien ging.

 

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Die türkische Führung unternahm in der letzten Zeit so einiges, um die von Hackern erbeuteten E-Mails von Erdogan-Schwiegersohn Berat Albayrak der Öffentlichkeit vorzuenthalten. Denn diese beinhalten so einiges an brisantem Material, welches den türkischen Energieminister als «inoffiziellen» Eigentümer der Ölgesellschaft Powertrance ausweisen, die Erdöl aus den vom «Islamischen Staat» gehaltenen Gebieten im Irak in die Türkei importierte.

 

Bereits im September 2015 reklamierte die Hackergruppe «Red Hack» den Zugang zu rund 20 Gigabyte an Daten von Albayraks persönlichen Mailaccounts. Seitdem gab es seitens der türkischen Führung massive Drohungen gegen große Hoster wie Google, diese vom türkischen Markt auszuschließen, wenn sie die zur Sicherung mehrfach kopierten Daten von ihren Servern nicht löschen würden. WikiLeaks selbst überprüfte die -Mails auf Authentizität, bevor diese der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.

 

Präsident Erdogan hatte in der Vergangenheit stets behauptet, keinerlei Verbindungen zum «Islamischen Staat» zu haben, obwohl schon zuvor immer wieder Berichte darüber veröffentlicht und Beweise vorgelegt wurden. Selbst als russische Kampfjets Tanklaster-Kolonnen wegsprengten, die Erdöl vom IS-Gebiet aus in die Türkei lieferten, wollte man das so nicht gelten lassen.

 

Das durchsuchbare Archiv der E-Mails von Albayrak bei WikiLeaks findet sich hier.

 

Von Marco Maier, Contra Magazin

 

 

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