Die ehemalige brasilianische Staatschefin Dilma Rousseff will nach eigenen Angaben auch weiterhin eine aktive Rolle in der Politik spielen, wie die Zeitung „The Financial Times“ berichtet. Eine erneute Aufstellung als Kandidatin bei den Präsidentschaftswahlen schloss sie jedoch aus.

Rousseff will zudem verschiedene Länder aktiv besuchen und den Frauenrechten weltweit größere Aufmerksamkeit widmen.

 

 

Die seit Mai suspendierte Präsidentin Brasiliens, Dilma Rousseff, war Ende August vom brasilianischen Parlament ihres Amtes enthoben worden. Im September 2015 hatte die Opposition ihr Steuerverstöße vorgeworfen. Zudem war sie beschuldigt worden, während der Wahlkampagne im Jahr 2014 den Haushalt geschönt zu haben. Die Pflichten des Präsidenten Brasiliens übernahm der bisherige Vizepräsident Michel Temer (75) von der Partei der demokratischen Bewegung (PMDB), der das Land bis zur nächsten Wahl Ende 2018 führen wird.

 

Nach der Abstimmung im Senat wandte sich Rousseff an ihre Anhänger. Die Ex-Präsidentin bezeichnete ihre Amtsenthebung als „parlamentarischen Staatsstreich“ und versprach, ihre politische Tätigkeit fortzusetzen. Und das darf sie: Denn in einer weiteren Abstimmung erlaubten ihr die Senatoren, weiter Staatsämter zu bekleiden.

 

 

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