Die Befreiung Mossuls ist für Bagdad ebenso wichtig, wie die Rückeroberung Aleppos für Damaskus. Aber im Irak gibt es noch keine einheitliche Front im Kampf gegen die Terroristen, was die Situation deutlich erschwert, wie der Leiter der „Irakischen Beobachtungsstelle für Pressefreiheit“, Hadi Jalu Mary, im Interview mit Sputnik sagte.
 
Beide Großstädte seien Terroristen-Hochburgen. Wenn diese ihre hauptstützpunkte aufgeben würden, würden die Armeen ihre Kräfte gegen die übriggebliebenen Kämpfer in Kirkūk und Deir ez-Zor richten. Allerdings sei es doch „schwieriger, Mossul von Terroristen zu befreien, als es mit Aleppo der Fall ist. In Syrien gibt es Baschar Assad, der eine einheitliche Armee anführt, dem Russland und andere Kampfgruppen helfen“, so Mary.

 

Im Irak kämpften gegen die Terroristen zwar die Armee, Peschmerga-Einheiten, die Luftwaffe der US-geführten Koalition. Doch „gibt es keine einheitliche Führungszentrale“.

 

„In Aleppo kämpfen viele verschiedenen terroristischen Gruppen, während in Mossul der Daesh (auch Islamischer Staat, IS – Anm. d. Red.) in geeinter Front auftritt“, so der Experte weiter.

 

Mary rief die Mossul-Einwohner zudem dazu auf, dringend die Stadt zu verlassen.

 

„Mossul-Bewohner könnten im Kampf um die Stadt helfen, indem sie ihre Häuser verlassen. Man muss nicht beim Daesh bleiben. Soweit ich weiß, halten die Kämpfer niemanden gewaltsam fest. Und das liegt nicht daran, wer mit wem kooperiert. Für Terroristen ist die Anwesenheit von Menschen an sich wichtig, da dies ihnen die Sicherheit gewährleistet“, schloss der Experte.

 

Der Militäreinsatz zur Befreiung der von den IS-Kämpfern vor zwei Jahren eroberten Stadt Mossul war am 17. Oktober gestartet worden. Daran nehmen die irakische Armee sowie schiitische Milizen und kurdische Peschmerga-Einheiten teil, die von der Luftwaffe der internationalen Anti-IS-Koalition aktiv unterstütz werden.
 
Die Operation zur Befreiung von Ost-Aleppo von den bewaffneten Kämpfern begann am 21. November. Die Regierungstruppen und die Volkswehr nahmen bereits mehrere strategisch bedeutende ein und befreiten Tausende Zivilisten. Aus Ost-Aleppo, wo mehr als 90.000 Menschen wohnen, sind die Terroristen bereits vertrieben worden. Gemäß einer Entscheidung des syrischen Präsidenten Bashar Assad wurden Hunderten Kämpfern unter den Einwohnern der Stadt sofort Amnestien gewährt.

 

Quelle: Sputnik

 
 

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