Die Protestpartei «Fünf Sterne Bewegung» will in Italien ein Referendum über den Austritt des Landes aus der Eurozone abhalten. Der «Itaxit» könnte bald schon erfolgen.

 

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Die EU-Einheitswährung Euro hat in Italien nicht gerade viele Freunde. Viele Jahre der Wirtschaftskrise, abwandernde Unternehmen und eine hohe Arbeitslosigkeit sorgen für eine äußerst negative Stimmung im Land, von der auch die Protestpartei «Fünf Sterne Bewegung» (M5S) von Beppe Grillo profitiert, welche derzeit in den Umfragen stärkste Partei im Land ist.

 

Gegenüber der «Welt» bekräftigte einer der führenden Politiker der Partei, Alessandro Di Battista, nun die Forderung nach einem Euro-Referendum in Italien.

 

«Der Euro und Europa sind nicht dieselbe Sache», so der Politiker. «Wir wollen lediglich, dass die Italiener über die Währung entscheiden.»

 

 

Denn die EU-Einheitswährung habe dafür gesorgt, dass die Italiener an Kaufkraft verloren haben, der soziale Verfall fortschreitet und die Arbeitslosigkeit steigt.

 

«Wenn Europa nicht implodieren will, muss es akzeptieren, dass es so nicht weitergeht», so Di Battista weiter.

Sollte die Protestpartei bei den nächsten Parlamentswahlen, die angesichts des Rücktritts von Premierminister Renzi wohl vorgezogen werden, tatsächlich auch zur stärksten Partei im italienischen Parlament avancieren, könnte dies durchaus den «Itaxit» auslösen. Unterstützung erhält die «Fünf Sterne Bewegung» in dieser Frage nämlich auch von den italienischen Rechtsparteien, die sich ebenfalls für einen Austritt Italiens aus der Eurozone aussprechen.

 

Von Marco Maier, Contra Magazin

 

 

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