Gegen die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht wird eine mediale Treibjagd verübt, nachdem sie sich wieder einmal kritisch mit der Politik von Angela Merkel auseinandergesetzt hat.

 

Der Auslöser ist unter anderem dieses Video des Senders RT Deutsch, welches Wagenknecht vor kurzem gegeben hat. RT Moderatorin Sophie Schewardnadse befragt die Vorsitzende der Fraktion Die Linke, Sahra Wagenknecht, zu Bundeskanzlerin Merkel als „Anführerin der freien Welt“, den Erfolgen der AfD, der Flüchtlingskrise sowie dem Sanktionsregime gegen Russland. Die Bundesregierung sei den USA hörig, so Wagenknecht, die auch die politische Hexenjagd gegen RT verurteilt.

 

«Verschiedene Medien haben mich schwer gescholten, dass ich dem russischen Sender RT ein Interview gegeben habe. Was ich denn diesem «aufklärerischen» Medium zu sagen hätte, fragt ironisch ausgerechnet Springers «Welt». Also verehrte Kollegen von der schreibenden Zunft, seien wir doch mal ehrlich: Wenn Politiker nur noch «aufklärerischen» politisch neutralen Medien für Interviews zur Verfügung stehen würden, dann dürften viele von Ihnen Probleme bekommen, noch Interviewpartner zu finden. Um also das Selbstverständliche noch einmal klarzustellen: Ein Interview bei RT bedeutet ebensowenig, sich mit der politischen Ausrichtung des Mediums zu identifizieren, wie ein Interview bei BILD. Seltsam nur, dass im letzteren Fall niemand eine solch absurde Debatte lostreten würde», schreibt Wagenknecht auf Facebook.

 

Schaut man sich an, wie verschiedene Medien schreiben, so sieht man, dass dieses Interview nicht positiv rezipiert wurde. Denn obwohl Wagenknecht verschiedenen Medien ein Interview gibt, war die Kritik gegen Merkel diesmal hoch und eindeutig und wäre sicher so nicht in den regierungstreuen Medien verbreitet worden.