Die Erklärungen der Türkei zu ihren Bemühungen um die Beilegung der Syrien-Krise, zur Vermittlung zwischen der syrischen Opposition und Russland und zu ihrer Arbeit an der Rückführung der Oppositionskämpfer aus Aleppo haben laut dem iranischen unabhängigen Experten Farzad Ramzani Bonesh einen deklarativen Charakter.

Wie der Experte in einem Interview für Sputnik Persian sagte, tut Ankara in der Tat nichts Ernsthaftes zur Bekämpfung der Terroristen und für eine baldige Beilegung der Syrien-Krise.

Es dürfe nicht vergessen werden, dass die Türkei vor mehreren Jahren, auf dem Höhepunkt der Syrien-Krise, die äußere syrische Opposition, die syrischen Turkmenen und andere extremistische und sogar terroristische Gruppierungen, darunter Daesh, unterstützt habe, so Bonesh. Auch die skandalösen Verbindungen der Regierung Erdogan zu den Kämpfern in Syrien seien noch nicht aus dem Gedächtnis gelöscht.


Laut dem Experten ist es erfreulich, dass die Türkei jetzt den Wunsch äußert, bei der Beilegung der Syrien-Krise zu vermitteln und mit Russland zusammenzuwirken. Aber die Türkei sollte nicht nur davon sprechen, sondern sie müsse auch ihre Worte in die Tat umsetzen, so Bonesh.

Die Türkei müsse damit aufhören, die syrische, vor allem die radikale Opposition, direkt und indirekt zu unterstützen und die Kämpfer mit Waffen und finanziell zu versorgen, so der Experte. „Wir haben bis jetzt keine solchen Schritte der Türkei verfolgt.“ Die Türkei könne ihre positive Rolle für die Lösung des Syrien-Konfliktes erhöhen, wenn sie sich auf ein aktives Zusammenwirken mit Russland und dem Iran konzentriere, die gemeinsam mit der Regierung und der Armee Syriens Anti-Terror-Operationen durchführen, so Bonesh. „Ankara braucht eben ein Bündnis mit Moskau und Teheran“, ergänzte der Experte.

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