Der Teilverkauf des größten russischen Ölkonzerns Rosneft ist zu einer Überraschung für die Märkte und einem Triumph für den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Zeiten der Russland-Sanktionen geworden, wie westliche Medien berichten.

 

Ölkonzern Rosneft

 

 

„Glencore und Katars Staatsfons übernehmen 19,5 Prozent am russischen Ölkonzern Rosneft aufgrund eines unerwarteten Deals im Wert von 10,5 Milliarden Euro, der einen Triumph für den russischen Präsidenten Wladimir Putin darstellt“, schreibt beispielsweise die britische Zeitung „Financial Times“.

 

Laut dem ebenfalls britischen Blatt „The Guardian“ war das eine Überraschung vor allem für die Märkte, da im Dezember beispielsweise der Direktor von Glencore, Ivan Glasenberg, erklärt hatte, die Kostenreduzierungsmaßnahmen wären bereits vollendet worden.

 

„Rosneft-Chef Igor Setschin hat früher gesagt, dass eher chinesische und kasachische Bewerber Anteile an dem Konzern erhalten hätten, aber Glencore und Katars Staatsfonds sind wie aus dem Nichts erschienen, um sie zu überbieten“, so die Zeitschrift „Forbes“.

 

Die Aktien des Unternehmens endeten demnach nur im Plus von einem Prozent, weil die ersten Nachrichten über den Deal erst nach Börsenschluss erschienen.
 
Das schweizerische Unternehmen Glencore und Katars Staatsfonds sind dem „The Telegraph“ zufolge „die ersten internationalen Investoren, die Anteile an dem größten russischen Ölkonzern kauften“, nachdem Sanktionen gegen Russland verhängt worden waren.
 
Die FT betont außerdem, dass der Deal abgeschlossen worden sei, obwohl „Finanz- und Technologie-Sanktionen der USA und EU gegen Rosneft (…) offenbar westliche Unternehmen von der Teilnahme am Verkauf der Aktien des russischen Ölherstellers abhalten sollten“.
 
Laut „The Wall Street Journal“ ist dieser Deal nun eine „Wohltat für den russischen Präsidenten Wladimir Putin“. Russland hätte zunächst vor allem auf chinesische Investitionen gesetzt. Indische und chinesische Staatsunternehmen hätten auch potentielle Käufer werden können. Der Deal zeigte dem Blatt zufolge, dass der Kreml auch noch andere Varianten habe.
 
Der Teilverkauf des größten russischen Ölkonzerns Rosneft war am Mittwoch abgeschlossen worden: 19,5 Prozent der Aktien des Konzerns wurden privatisiert. Bei den Käufern handelt es sich um die Schweizer Unternehmensgruppe Glencore sowie den Katarischen Staatsfonds. Der Teilverkauf des Ölgiganten soll dem russischen Haushalt 10,5 Milliarden Euro bringen. Präsident Wladimir Putin bezeichnete den Teilverkauf als größtes Geschäft auf dem globalen Energiemarkt in diesem Jahr.
 
Quelle: Sputnik

 

 

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