Die Kandidatin der Grünen für die US-Präsidentschaftswahl, Jill Stein, wollte durch eine Neuauszählung das Vertrauen der Wähler zurückgewinnen. Dafür sammelte sie weit über 5 Millionen US-Dollar ein. Außer Spesen nichts gewesen. Trump bleibt designierter US-Präsident.

Contra Magazin

Sie hatte noch einmal für kurze Zeit für ein Aufatmen im US-Establishment gesorgt: Die Grüne Kandidatin wollte in den drei US-Bundesstaaten Wisconsin, Michigan und Pennsylvania erwirken, dass die Stimmen neu ausgezählt werden. Wären diese Bundesstaaten negativ für Trump ausgefallen, dann wäre Hillary Clinton doch 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika geworden. Innerhalb von wenigen Tagen gingen bei Stein dann die Spenden in Millionenhöhe ein, um das Vertrauen der Wähler in die Demokratie zurückgewinnen. Ein Schelm, wer dabei böses denkt. Erstaunlicherweise wurden aber nicht jene Bundesstaaten von Stein in Erwägung gezogen, die auch hätten für Trump positiv ausfallen könnten, denn auch Trump witterte in dieser ganzen Stein-Kampagne Betrug.

Nachdem einige Pannen während dieser Kampagne passierten und es Stein dann am Ende angeblich doch zu teuer wurde und schließlich die US-Gerichte die Neuauszählung stoppten, kann sich nun Trump sicher sein, dass er am 20. Januar der Nachfolger vom scheidenden Präsidenten Barack Obama wird. Sputnik berichtete unter Berufung auf AP, dass Michigan die Neuauszählung der Stimmen vom 08. November stoppte, zuvor winkte auch Pennsylvania mit der Begründung ab, dass die Anträge nicht fristgerecht eingereicht wurden. Damit ist der Recount in den USA nun vom Tisch und es wird spannend, wie Trump sein Kabinett personell besetzt.

 

 

Wie gesagt: Außer Spesen nicht gewesen. Zu spät, zu teuer und schließlich auch nicht berechtigt. Michigan begründete dies unter anderem damit, dass Stein zu wenig Stimmen hatte, um diese Wahl wirksam anzufechten. Wie in vielen anderen Bundesstaaten auch war Stein sowohl von Clinton als auch von Trump prozentual gesehen sehr weit abgeschlagen. Es ist auch möglich, dass sich Stein mit ihren Aktionen im eigenen Lager unbeliebt gemacht hat. Denn viele Anhänger Steins – ähnlich wie beim Lager von Bernie Sanders – sehen in Trump das geringere Übel. Vor allem wegen seiner (vermutlich) restriktiven Außenpolitik.

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