Die Zeit ist reif, eine mögliche Wiederaufnahme der innersyrischen Verhandlungen zur Sprache zu bringen. Das sagte der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, nach Abschluss der Sitzung des UN-Sicherheitsrates.

„Es ist jetzt wohl die Zeit gekommen, um eine mögliche Wiederaufnahme (der innersyrischen Verhandlungen – Anm. d. R.) zu besprechen und zu sehen, wann und wie wir die politischen Diskussionen führen können“, so De Mistura.

 

 

Für die Wiederaufnahme des Verhandlungsprozesses müsse die syrische Regierung erklären, dass sie nicht nur sehr daran interessiert sei, nach Genf zu kommen, was sie bereits früher zu verstehen gegeben habe, sondern auch zu kommen und bei der Sache zu bleiben (gemäß Resolution 2254). Auch die syrische Opposition sollte nach Genf kommen.

Zuvor hatte Russlands Uno-Boschafter Vitali Tschurkin betont, die Wiederaufnahme der innersyrischen Verhandlungen sei bis Ablauf der Amtszeit des jetzigen UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon am 1. Januar 2017 wichtig.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte früher nach einem Treffen mit seinem syrischen und seinem iranischen Amtskollegen mitgeteilt, dass die offizielle syrische Delegation jederzeit bereit sei, nach Genf zu kommen, um Verhandlungen mit den Vertretern der Opposition zu führen. Die drei Außenminister seien sich einig, dass der Syrien-Konflikt nur mit politisch-diplomatischen Mitteln zu lösen sei, so Lawrow am Freitag.

In Syrien dauert seit März 2011 ein bewaffneter Konflikt an, der laut Uno-Angaben bereits mehr als 220.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen Rebellen, aber auch islamistische Terrormilizen entgegen, die verschiedenen bewaffneten Gruppierungen angehören.

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