Hunderte Migranten sind durch einen Zaun an der Grenze der spanischen Enklave Ceuta zu Marokko durchgebrochen, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete.

Der Zwischenfall ereignete sich am Freitag. Mehr als 800 Migranten stürmten den Stacheldrahtzaun, mehr als die Hälfte von ihnen hatten dabei Erfolg. Einige Menschen wurden verletzt.

Den spanischen Behörden zufolge wurden die durchgebrochenen Migranten in ein Flüchtlingszentrum gebracht, wo sie auf die Entscheidung über ihren Rechtsstatus warten sollen. Nachdem die sogenannte Balkan-Route im März 2016 für Flüchtlinge gesperrt worden war, gewann die Route aus Nordafrika über das Mittelmeer nach Italien wieder an Bedeutung. Die beiden spanischen Enklaven Ceuta und Melilla an der nordafrikanischen Küste sind auch oft Anlaufpunkt von Migranten zur Einreise in die EU, wobei sie die Grenzzäune zu überwinden versuchen oder ein gefährliches Schwimmen entlang der Meeresküste unternehmen.