Das Übergangsteam des gewählten US-Präsidenten Donald Trump hat auf die US-Medienberichte über eine angebliche externe Einmischung Russlands in die US-Präsidentschaftswahlen mit Ironie reagiert.

„Das sind dieselben Leute, die gesagt hatten, Saddam Hussein verfüge über Massenvernichtungswaffen. Die Wahlen sind mit einem der größten Siege nach den Wahlmännerstimmen in der Geschichte längst zu Ende, und es ist jetzt an der Zeit, sich weiter zu bewegen und Amerika wieder groß zu machen», heißt es in einer Mitteilung des Wahlstabes des designierten Präsidenten. Zuvor hatte die Zeitung „The Washington Post» unter Berufung auf eigene Quellen berichtet, die CIA habe geschlussfolgert, dass Russland angeblich den US-Präsidentschaftswahlkampf beeinflusst habe, um Donald Trump zu seinem Wahlsieg zu verhelfen.

 

Im Juli hatte die Vorsitzende des Demokratic National Commitee, Debby Wasserman Schultz, zurücktreten müssen, nachdem die Enthüllungswebseite WikiLeaks E-Mails des Parteiapparats der Demokraten veröffentlicht hatte, laut denen die Parteiführung, allen Regeln zum Trotz, Hillary Clinton zu Ungunsten ihres Konkurrenten Bernie Sanders ihre Unterstützung zugesichert hatte. Außerdem konnten die Hacker die Systeme anderer Einrichtungen der Partei der Demokraten angreifen, die für die Abhaltung der Wahlen auf verschiedenen Ebenen verantwortlich waren. Unter anderem wurden in drei US-Bundesstaaten die Webseiten gehackt, auf denen sich die Wähler registrieren lassen konnten.

Im Oktober hatten das Ministerium für innere Sicherheit der USA und das Büro des Direktors der nationalen Nachrichtendienste verkünden lassen, Russland sei in die Cyber-Angriffe verwickelt gewesen, die 2016 gegen politische Einrichtungen der Vereinigten Staaten verübt worden seien. Dabei betonten die US-Geheimdienste, dass die Hacker es nicht geschafft hätten, Zugriff zu den US-Wahlsystemen zu bekommen. Deshalb „wäre es äußerst schwierig, die Stimmenauszählung oder das Wahlergebnis durch Cyber-Attacken oder Cyber-Eingriffe zu ändern», hieß es. Die US-Behörden haben bislang keine Beweise der Beteiligung Russlands an Hacker-Angriffen vorgelegt, die das Präsidentschaftswahlergebnis hätten beeinflussen sollen.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte gesagt, die von WikiLeaks veröffentlichten Informationen haben mit den Interessen Russlands nichts zu tun. Die Hysterie angesichts der Hackerattacken werde aufgebauscht, bloß um die Aufmerksamkeit von den Inhalten der veröffentlichten Dokumente abzulenken, sagte er. Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow nannte die US-Vorwürfe an Moskau unbegründet.

Die Vorwürfe an den Irak, Massenvernichtungswaffen zu besitzen, wurden 2003 zum Anlass für eine US-Militärinvasion in das Land, die den Sturz des Staatschefs Saddam Hussein zur Folge hatte. Später stellte sich heraus, dass die Informationen über Massenvernichtungswaffen falsch waren, was auch die USA zugeben mussten.

Quelle: Sputnik