In Politik und Medien der transatlantischen Achse wird seit einigen Jahren wieder verstärkt gegen Russland gehetzt. Seit einigen Monaten wird es jedoch immer schlimmer.

 

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Wladimir Putin gehörte noch nie zu jenen russischen Politikern, die man im Westen schätzt. Denn anstatt sich unterwürfig zu zeigen und sich den westlichen Eliten anzubiedern, setzte der russische Spitzenpolitiker stets auf eine eigene Linie, die die Russische Föderation auf jenen geopolitischen Platz heben soll, die das Land auch verdient: Seite an Seite mit den anderen Großmächten dieses Planeten in einer multipolaren Weltordnung.
 

Waren die Konflikte in Georgien und Tschetschenien schon willkommene Anlässe, um Feindseligkeiten gegen Russland zu verbreiten, so folgten bald schon auch die Jugendschutzgesetzgebung (insbesondere bezüglich der Homosexuellen) und dann auch der vom Westen inszenierte Ukraine-Konflikt durch die Unterstützung des Putsches gegen Präsident Janukowitsch. Die Rebellion gegen den Putsch der vom Westen unterstützten Rechtsextremisten und die Abspaltung der Krim von der Ukraine samt der Rückkehr der Halbinsel zu Russland sorgten für willkommene Anlässe, das Land mit Sanktionen zu belegen. Dann kam noch der Syrienkrieg hinzu, der (wie wir hinlänglich wissen) nur Dank der russischen Unterstützung ein baldiges Ende finden könnte.

 

Doch seit den US-Präsidentschaftswahlen und dem Sieg Donald Trumps, erreicht die politische und mediale Hysterie einen neuen Höhepunkt. Einerseits werden die Russen ohne auch nur ansatzweise irgendwelche Belege vorweisen zu können beschuldigt, die Wahlen (direkt und indirekt) manipuliert zu haben, andererseits bezichtigt man die alternativen Medien, die sich nicht der Mainstream-Diktion unterwerfen der «russischen Propaganda» (entweder gleich «vom Kreml bezahlt» oder einfach nur «nützliche Idioten»). Auch deutsche Politiker und Medien werfen schon mit solchen Phrasen einer «möglichen Wahlmanipulation» durch Russland um sich. Die zig Millionen an Dollars und Euros für russische «Oppositionspolitiker und -parteien», die eine tatsächliche Beeinflussung von Wahlen (und zwar in Russland durch die Amerikaner und die Europäer) darstellen, thematisiert hierbei niemand.
 

Der Hass des westlichen Establishments auf Putin und Russland muss immens sein, so wie derzeit die Propaganda- und Desinformationsgeschütze eine Breitseite nach der anderen liefern. Man könnte beinahe schon meinen, sich wieder mitten in den heißen Phasen des Kalten Kriegs zu befinden. Es stellt sich nur noch die Frage, wie lange es wohl noch dauern wird, bis die ersten «Verbotsgesetze» kommen, die jegliches Verständnis oder gar die Parteinahme für Russland unter Strafe stellen.

 
Von Marco Maier, Contra Magazin

 

 

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