Der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) ist es gelungen, Palmyra unter ihre Kontrolle zu bringen. Die syrischen Regierungstruppen haben nach heftigen Kämpfen die antike Oasenstadt verlassen, wie das russische Verteidigungsministerium am Montag mitteilte. Zuvor waren die Einwohner in Sicherheit gebracht worden.

„Nach der Evakuierung der Bevölkerung haben die syrischen Truppen die Stadt verlassen und in Vororten Stellung bezogen“, bestätigte der russische Militärsprecher Igor Konaschenkow.  Er betonte, dass die russische Luftwaffe, die Syrien im Kampf gegen den IS unterstützt, keine Angriffe auf Wohnviertel in Palmyras Stadtkern fliege. „Die Terroristen haben sich das zunutze gemacht und ihre Angriffe verschärft.“

 

Die syrische Regierung ergreife Maßnahmen, um die Stadt möglichst schnell wieder zu befreien, versicherte Konaschenkow. Bei ihrer Offensive haben die Dschihadisten, so der Sprecher, mit Sprengstoff beladene Fahrzeuge und Selbstmordattentäter eingesetzt.

Die IS-Terrormiliz, die im März aus Palmyra verdrängt worden war, versuchte am Samstag, die antike Stadt wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. In der Nacht zum Sonntag rückten die Dschihadisten mit Panzern in Vororte vor, mussten jedoch nach massiven Angriffen der russischen Luftwaffe, die bis zu 300 Terrorkämpfer das Leben gekostet haben sollen, wieder abziehen. Am Sonntag starteten sie jedoch eine neue Offensive — gleichzeitig aus mehreren Richtungen.