Erklärungen über eine angebliche Militarisierung des russischen Gebiets Kaliningrad sind eine Erfindung, erklärte Sergej Netschajew, der Direktor der dritten europäischen Abteilung des russischen Außenministeriums. Dies sei die erzwungene russische Reaktion auf die Nato-Ausweitung.

 

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„Was die Militarisierung der Region angeht, sind das natürlich Erfindungen, weil wir gezwungen sind, darauf zu reagieren, dass sich die militärische Nato-Infrastruktur unseren Grenzen nähert, obwohl wir versucht haben herauszufinden, wozu dies gemacht wird. Aber uns wird nichts Konkretes gesagt“, so Netschajew.

 

Es handele sich dabei nur um adäquate Maßnahmen, die Russland auf seinem Territorium ergreife, während sich die Nato den russischen Grenzen nähere.
 
Damit reagiert das russische Außenministerium auf eine Erklärung des polnischen Botschafters in Russland, Wlodzimierz Aleksander Marciniak. Er hatte zuvor die Stationierung von Raketenkomplexen Iskander-M in Kaliningrad als gefährlich bezeichnet, was „das Gefühl eines Sicherheitsdefizites“ verstärke.

 

„Wer kann Besorgnis über die Militarisierung der osteuropäischen Region äußern? Wohl eher wir als Polen“, so Netschajew abschließend.

 

Am 7. Oktober hatte Russland Iskander-Kurzstreckenraketen ins Gebiet Kaliningrad – und damit zwischen die Nato-Staaten Polen und Litauen – verlegt. Wie Igor Konaschenkow vom Verteidigungsministerium damals mitteilte, waren solche Anlagen wiederholt zu Trainingszwecken in das Gebiet um das frühere Königsberg verlegt worden.
 
Beim Nato-Gipfel im Juli in Warschau war eine umfassende Aufrüstung der Ostflanke des Militärbündnisses zur „Abschreckung Moskaus“ beschlossen worden. Die Nato will 2017 gleich vier multinationale Bataillone in den baltischen Staaten und in Polen stationieren.
 
Quelle: Sputniknews

 

 

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