Die Ukraine hat im zweiten Halbjahr 2016 für Gas aus Europa etwa 70 Millionen Dollar überbezahlt, sagte Russlands Energieminister Alexander Nowak im Interview gegenüber den russischen Sender NTV.

 

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„Der Preis (für die Ukraine für russisches Gas), der sich heute laut der Vertragsformel ergibt, liegt etwa um 20 bis 30 Dollar unter dem Preis, der gegenwärtig von den Spotmärkten, den Hubs und den Börsen erhoben wird. Und deshalb ist die ukrainische Seite vom wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet natürlich daran interessiert, ihr Gas heute bei Gazprom zu kaufen. Das ist einfach vorteilhafter, weil es billiger ist“, sagte der Minister.

 
Nowak machte die ukrainischen Kollegen und die Europäische Kommission darauf aufmerksam, dass der nach der Vertragsformel gebildete Preis für das russische Gas schon im zweiten Halbjahr 2016 niedriger gewesen sei.

 

„Bekanntlich kauft Naftogaz das Gas — unser Gas — über die europäischen Verbraucher für einen höheren Preis ein. Wir haben ausgerechnet, dass Naftogaz im zweiten Halbjahr dafür bereits etwa 70 Millionen Dollar Mehrkosten zu verbuchen hat“, erklärte der Minister.

 
Wie Nowak zuvor verlauten ließ, tritt Russland gegen eine Zusatzvereinbarung hinsichtlich der Gaslieferungen an die Ukraine ein.

 

 

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