Nach der Auszählung von 100 Prozent der Stimmzettel hat der transnistrische Parlamentschef Wadim Krasnoselski mit 62 Prozent der Wählerstimmen bei der Präsidentschaftswahl in Transnistrien einen klaren Sieg errungen. Das teilte die Wahlbehörde am Montag mit.

 

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„Sein Hauptrivale, der amtierende Präsident der Dnjestr-Republik Transnistrien, Jewgeni Schewtschuk, erhielt lediglich 28 Prozent der Stimmen“, heißt es.

 

Die Präsidentenwahl hatte am vergangenen Sonntag stattgefunden. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 59 Prozent. Um das Amt hatten sich sechs Kandidaten beworben, die sich für die internationale Anerkennung Transnistriens sowie die Erhaltung bzw. den Ausbau der Beziehungen zu Russland ausgesprochen hatten.

 

Krasnoselski bekleidet seit Dezember 2015 den Posten des Parlamentsvorsitzenden.

 

Russland stützt Transnistrien, wo rund eine halbe Million Menschen leben, wirtschaftlich, hat jedoch die Zugehörigkeit der Region zu Moldawien offiziell nie in Frage gestellt.

 

Transnistrien ist der östlich des Dnjestrs gelegene Teil Moldawiens. Nach der Unabhängigkeit Moldawiens im Jahre 1991 erklärte auch das mehrheitlich von Russen und Ukrainern bewohnte Transnistrien seine Unabhängigkeit, da eine Eingliederung Moldawiens in Rumänien im Gespräch war.

 

Der Streit mit der moldawischen Regierung mündete in einen militärischen Konflikt, der durch die Vermittlung Russlands beigelegt werden konnte. Internationale Friedenskräfte sichern seit 1992 den Waffenstillstand in Transnistrien (offiziell „Transnistrische Moldawische Republik“), das heute ein autonom agierender, international aber nicht anerkannter De-facto-Staat ist.

 

Quelle: Sputniknews

 

 

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