Die syrische Armee macht Fortschritte auf ihrem Weg, das Land von den verschiedenen Terror-Gruppen zu befreien. Aleppo ist zu weiten Teilen wieder unter Kontrolle der Regierung; es ist wohl nur noch eine Frage von Tagen, bis der letzte Terrorist dort zur Strecke gebracht wurde. Dafür greift der IS seit neuestem wieder Palmyra an.

 

 

95 Prozent von Aleppo befinden sich laut Aussagen russischer Militärs und offizieller, syrischer Stellen wieder unter Kontrolle der Regierungstruppen. Über 700 Kämpfer der im Westen als „moderate Rebellen“ bezeichneten Terroristen konnten gefangengenommen werden. Mit Hilfe russischer Luftunterstützung werden im Moment wohl gerade die letzten Widerstandsnester der Terroristen ausgeräuchert.

 

Etwas weniger gut sieht es hingegen in Palmyra aus. Am vergangenen Samstag versuchten bereits einzelne Kommandos des IS, die historische Stätte wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Laut einer Meldung von RT konnte dieser Angriff – auch dank prompt erfolgter russischer Luftschläge auf Stellungen der Terroristen außerhalb der Stadt sowie ihre Nachschubwege – erfolgreich zurückgeschlagen werden. Etwa 300 Dschihadisten fanden dabei den Tod, allerdings gelang es ihnen dabei auch, die syrischen Soldaten von einigen kleineren Stellungen zu vertreiben.

 

Laut neuesten Meldungen jedoch hat der IS nach diesem Rückschlag mehr als 4.000 Kämpfer, die aus den Gebieten um Mossul, Rakka und Deyr ez-Zor abgezogen wurden, neu zum Sturm auf die Stadt formiert. Laut russischer Quellen sind diese Kämpfer auch mit modernsten, neuen Waffen ausgerüstet – wobei sich einmal mehr die Frage stellt, woher sie diese haben.

 

Eine zusätzliche Schwierigkeit für die Verteidiger von Palmyra stellt der Status der Stadt als antikes Weltkulturerbe dar. Aus Rücksicht auf die unschätzbaren, archäologischen Schätze der Stadt fliegt die russische Luftwaffe nämlich keine Einsätze über dem Stadtgebiet; die Terroristen wissen das natürlich und richten ihre Taktik ganz danach aus.

 

Unterdessen lässt der frühere US-Botschafter in Kroatien, Peter Galbraight, mit einem Interview aufhorchen: Der frühere US-Diplomat lobt ausdrücklich den russisch-syrischen Einsatz als „Dienst an der Menschheit“ und stellt klar, dass der Westen sich wohl eingestehen müsse, dass „Assad diesen Krieg gewonnen hat“. Unter diesem Gesichtspunkt, resümiert Galbraight, wäre es wohl am besten, das Blutvergießen augenblicklich zu stoppen.

 

Nun darf man zwar bezweifeln, dass diese weisen Worte bei den Führern des Westens auf fruchtbaren Boden fallen; lieber scheint man zu warten, bis die syrische Armee im Verbund mit den russischen Streitkräften die Welt vor vollendete Tatsachen stellen. So oder so – ein Ruhmesblatt in der Geschichte des Westens wird dieses Schlachten in Syrien keinesfalls mehr werden.

 

Quelle: Contra Magazin

 

 

 

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