Ein Jahr nach den linksextremen Ausschreitungen im Süden Leipzigs ist die Bilanz der Strafverfolgung durchaus dürftig. Von den über 1.000 Tatverdächtigen konnte die Polizei knapp 100 identifizieren. Am 12. Dezember letzten Jahres hatten hunderte Vermummte aus der linksextremen Szene Polizisten, Geschäfte und sogar Feuerwehrleute, die brennende Barrikaden löschen wollten, angegriffen. Grund war eine Kundgebung des rechten Spektrums.

69 Polizeibeamte wurden bei den Krawallen verletzt. Bisher wurden von den 100 identifizierten Tätern lediglich drei zu Geldstrafen verurteilt. Leipzigs Polizeisprecher, Andres Löpki, zeigt sich in einem Gespräch mit dem MDR enttäuscht: „Fakt ist, daß wir schon das Gefühl haben, daß der Rechtsstaat sich einen Gefallen täte, in diesem Bereich mehr Härte zu zeigen, mehr durchzugreifen, weil die abschreckende Wirkung ist aus unserer Sicht nicht festzustellen.“

 

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