Rußland ist über 60 Jahre nach Kriegsende an einer Normalisierung der Beziehungen zu Japan interessiert. Auch habe Moskau keine territorialen Probleme mit Japan, erklärte der russische Präsident Putin jetzt in einem Interview mit dem japanischen Sender „Nippon TV“.

Wörtlich sagte Putin: „Es ist Japan, das glaubt, es hat territoriale Probleme, aber wir sind bereit zu Verhandlungen.“ Die Abwesenheit eines Friedensvertrages sei ein „Anachronismus aus der Vergangenheit“, der beseitigt werden müsse, sagte Putin. Hierzu gelte es, „im breiten Sinne“ die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu verbessern.

Putin wird vom 15. bis zum 16. Dezember Japan besuchen, um an den bedeutendsten ranghohen russisch-japanischen Verhandlungen der letzten Jahre teilzunehmen. Auf der Agenda stehen nicht nur ein Friedensvertrag, sondern auch neue Wirtschaftsprojekte. Auf japanischer Seite ist bislang das größte Hindernis für einen Friedensvertrag die anhaltende Annexion einiger Kurilen-Inseln durch Rußland als Folge des Zweiten Weltkrieges. Tokio ist zu einer Anerkennung dieser Gebietsverluste nicht bereit.

 

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