Der Alexanderplatz im Herzen der Hauptstadt ist nach wie vor ein Kriminalitätsschwerpunkt. Wie Berliner Lokalmedien meldeten, belästigten am vergangenen Samstag kurz vor 18 Uhr zwei Jugendliche auf dem dortigen Weihnachtsmarkt ein Mädchen. Als dessen Vater darauf aufmerksam wurde, stellte er die Jugendlichen und soll einem von ihnen im Verlauf der folgenden Auseinandersetzung einen Schlag ins Gesicht versetzt haben. Die Polizei nahm den Vorfall auf. Nicht aktenkundig wurde dagegen eine Szene, die sich am Vorabend ebenfalls am Alexanderplatz ereignete.

 

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Gegen 23 Uhr am 9. Dezember überquerte ein junger Rußlanddeutscher mit zwei russischen Freunden den Platz, als einen aus der Gruppe ein dringendes Bedürfnis überkam. Etwas abseits in einem Grünbereich bemerkte der junge Mann lautes Stimmengewirr und stellte fest, daß ein völlig verängstigtes Mädchen von vier Männern offenbar orientalischer Herkunft bedrängt wurde. Als er die Angreifer aufforderte, das Mädchen in Ruhe zu lassen, wandten sie sich ihm zu. Einer stieß einen lauten Ruf vermutlich auf arabisch aus, als aus allen Richtungen weitere Männer hinzukamen, wodurch die Gruppe auf etwa 20 Personen anwuchs. Auch die beiden Begleiter des Helfers waren inzwischen vor Ort.

Es kam zunächst zu einem Wortgefecht, in dessen Verlauf der Wortführer der orientalischen Gruppe seine Kontrahenten aufforderte, den Platz zu verlassen, da dies „ihr Revier“ sei. Der Versuch, dieser Aufforderung tätlich nachzuhelfen, endete für den Angreifer damit, daß er von dem Angegriffenen niedergestreckt wurde. Was die Bande nicht wissen konnte: Alle aus der Dreiergruppe sind aktive Mitglieder verschiedener Berliner Boxvereine. Mehrere aus der Gruppe der Angreifer zerschlugen nun ihre Bierflaschen auf dem Boden und kamen mit den abgebrochenen Flaschenhälsen auf die kleinere Gruppe zu. Erst als einer der Angegriffenen – filmreif nach Crocodile-Dundee-Manier – ein großes Messer zog, wichen die Angreifer zurück. Das bedrängte Mädchen hatte längst die Flucht ergriffen, Anzeigen wurden nach ZUERST!-Informationen nicht erstattet. Somit bleibt dieser Vorfall offiziell im „Dunkelfeld“. Bereits im November hatte es sexuelle Übergriffe und Körperverletzungen gegeben, unter anderem hatten am Alex „irakische und syrische Flüchtlinge mit Messern aufeinander eingestochen“, so die Berliner Zeitung.

Passend dazu meldete heute Welt Online, daß es bei den rot-rot-grünen Koalitionsverhandlungen in Berlin auch um das Thema Videoüberwachung gegangen sei. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Eva Högl, die bei den Verhandlungen Zaungast war, hätte eine solche visuelle Kontrolle gerade an einem Ort wie dem Alexanderplatz „hilfreich und sinnvoll“ gefunden. „Aber das war mit Grünen und Linkspartei nicht drin, nicht einmal ein Modellversuch“, wird Högl zitiert.