Fragwürdige Toleranz: nachdem radikale Salafisten vor sechs Wochen in Wien-Donaustadt einen martialischen öffentlichen Auftritt hinlegen durften, konnten sich jetzt auch Anhänger der kurdischen Terrorgruppe PKK in Wien-Meidling öffentlich produzieren: auch sie mieteten sich einen Festsaal der örtlichen Volkshochschule, schreibt das Nachrichtenmagazin Zuerst!.

 

via Zuerst!

Nach Angaben der Wiener NEOS-Parlamentsfraktion wurde ein stramm paramilitärischer Aufzug hingelegt. Auf Facebook veröffentlichte Bilder zeigen junge Männer in Uniformen, rote Fahnen, Kampfschreie, und sogar Kinder balten die Faust zum Kampfgruß.

Die Veranstaltung fand am 8. Dezember statt. Die NEOS-Fraktion kritisiert den Auftritt und seine Genehmigung scharf: „Daß die Volkshochschule diesem kurdischen PKK-freundlichen Verein einen Saal überläßt, ist ein Skandal”, heißt es in einer Erklärung, und weiter: „Solange sich der Verein der Volkshochschulen, an dem die Stadt Wien mit 25,1 Prozent direkt beteiligt ist, nicht von der Zusammenarbeit mit derartigen Organisationen distanziert, sollen alle städtischen Förderungen für die Volkshochschulen gestoppt werden.” Beim Trägerverein der Volkshochschule hält man dagegen: „Das war alles legal.“

Erst vor wenigen Wochen waren zu einem anderen Treffen der fragwürdigeren Art in einem Feststaal der Volkshochschule Wien-Donaustadt radikale Islamisten sogar bis aus Tunesien angereist. Reporter waren dabei aus dem Saal geworfen worden.