Der scheidende US-Präsident kündigte an, dass er die «russischen Hackerangriffe» nicht auf sich sitzen lassen werde, wie verschiedene Portale berichten. WikiLeaks-Begründer Julian Assange schloss einen Kontakt mit der russischen Regierung aus.

 

Noch nie hat sich Präsident Obama so deutlich zu den angeblichen Angriffen (DNC-Leaks) geäußert, wonach sich Russland direkt in den Wahlkampf der USA eingemischt habe. Ohne konkrete Beweise oder Vorgehensweisen zu benennen beschuldigt Obama , dass sich russische Hacker in den US-Wahlkampf eingemischt haben sollen. Aber das eignet sich ja so gut daran, wenn man einem anderen Land solche Cyber-Angriffe vorwirft. Die breite Bevölkerung verlangt keine Details oder konkrete Vorgehensweisen und ohnehin ist der Begriff Hacker sehr schwammig und wird je nach Gusto entweder positiv oder negativ konnotiert. Vor allem ist die Vorgehensweise sehr unterschiedlich und immer schwer nachvollziehbar. Selbstverständlich ist es nicht auszuschließen, dass sich russische Staatsbürger in irgendeiner Form virtuell bei WikiLeaks engagieren, wobei es hier mehr legale als illegale Möglichkeiten gibt. Niemand hat gesagt, dass nur westliche Bürger sich bei WikiLeaks engagieren. Und bislang waren die Portale RT und Sputnik jene, die WikiLeaks seit 2011 stets begleiteten — ungeachtet welche Leaks gerade veröffentlicht wurden.

Auch WikiLeaks-Begründer Julian Assange schloss in einem Interview nicht aus, dass Russen in irgendeiner Form geholfen haben die Leaks aufzubereiten, wobei er die Regierung der Russischen Föderation dabei außen vor ließ. Immer wieder wurden im Hinblick auf die DNC-Leaks der plötzliche Mord des Datenwissenschaftlers Seth Rich hingewiesen, der erstens Zugriff auf die Daten hatte und zweitens auch in der Lage war die Masse der Daten aufzubereiten, so dass man sie auf einem Server hochladen kann. Das komplette Interview von Julian Assange kann man hier in englischer Sprache sehen.

 

Insgesamt wird in unterschiedlichen Medien sehr widersprüchlich mit den Aussagen von Assange umgegangen. Vor allem versuchen die westlichen Medien den «Hackervorwurf» aufrecht zu erhalten. Vorwürfe die man auch China oder dem Iran seit etlichen Jahren macht, wenn man sich die verschiedenden Lageberichte der Verfassungsschutzämter anschaut. In diesem Jahr wurde der Vorwurf allerding in einem Ausmaß breitgetreten, dass man sich schon seine Gedanken machen muss. Vor allem sind die Vorwürfe nur schwer nachvollziehbar, weil man sich mit der Aussage der «Hacker» begnügt und die Berichterstattung mit nicht falsifizierbaren Fakten füllt.

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