Der in die Jahre gekommene US-Tarnkappenbomber B-2 ist die Speerspitze der amerikanischen Langstrecken-Bomberflotte. Der für gegnerisches Radar kaum ortbare Bomber wird für strategische Luftschläge eingesetzt, oft mit Marschflugkörpern.

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Für seine Einsätze muß der US-Steuerzahler aber tief in die Tasche greifen: Eine einzige Flugstunde der B-2 kostet stattliche 130.000 US-Dollar (rund 122.000 Euro). Das enthüllte jetzt das US-Magazin „Foreign Policy“ anhand eines Rechenbeispiels.

Für die Kosten eines 10,3-Stunden-Fluges zweier B-2 mit einer Spitzengeschwindigkeit von rund 1.000 Stundenkilometern – nicht eingerechnet den Abwurf der Bombenattrappen – fielen demnach geschätzte Kosten in Höhe von 5,56 Millionen US-Dollar (mehr als 5,2 Millionen Euro) an. Noch teurer werde der Einsatz dadurch, daß die Bomber danach 50 bis 60 Stunden lang gewartet werden müssen.

Im Vergleich dazu ist der Einsatz des „Eurofighter“, der unter anderem bei den Luftwaffen Deutschlands und Österreichs im Einsatz ist, vergleichsweise preiswert: Eine Flugstunde des Abfangjägers kommt auf „nur“ etwa 74.000 Euro.

Der B-2-Bomber ist seit 1988 bei der US-Luftwaffe im Einsatz. Für die erste Maschine gab die US Air Force im November 1987 zwei Milliarden US-Dollar aus. Insgesamt wurden nur 21 Stück des seinerzeit hochmodernen Bombers gebaut, der unter anderem beim Jugoslawien-Überfall der NATO 1999 und gegen den Irak 1991 und 2003 mit großem Erfolg zum Einsatz kam. Inzwischen ist der ehedem große technische Vorsprung aber erheblich geschrumpft – auf modernen chinesischen und russischen Radaren ist der B-2-Bomber heute längst nicht mehr unsichtbar.