Serbien sieht seine Souveränität – trotz einer offiziellen EU-Annäherungspolitik der Belgrader Regierung – nur mit russischer Hilfe gewährleistet. Das erklärte der serbische Regierungschef Aleksandar Vucic jetzt im Vorfeld seines bevorstehenden Moskau-Besuches.

Vucic verspricht sich davon insbesondere Fortschritte im Bereich der militärischen Zusammenarbeit und eine Stärkung der nationalen Verteidigungsfähigkeit.

 

Zuerst!

Zentraler Punkt des Moskau-Besuches sollen Gespräche mit dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu sein. Serbien habe an Rußland Kaufanfragen für Kampfjets und andere Waffen gerichtet, sagte der serbische Außenminister Ivica Dacic ergänzend. Serbien brauche die Waffen nicht, um jemanden zu bedrohen, sondern „um zu gewährleisten, daß niemand die territoriale Einheit und Souveränität  gefährdet“. „Ohne Rußland ist es unmöglich, unsere territoriale Einheit zu schützen“, erläuterte der serbische Minister. Serbien werde nie Sanktionen gegen Rußland verhängen und auch nicht der NATO beitreten.

Dacic empfing erst am Montag in Belgrad den russischen Außenminister Sergej Lawrow. Dieser versprach seinerseits, Rußland werde die Kaufanfragen aus Serbien konstruktiv prüfen. Zudem traf sich Lawrow mit dem serbischen Präsidenten Tomislav Nikolic. Nikolic sagte zu, daß sich Serbien „nie auf die Seite der Rußland-Hasser stellen“ werde.