Beim Referendum im Juni haben sich die Briten für einen Austritt aus der EU ausgesprochen. Einiges deutet darauf hin, dass sich die britische Konjunktur 2017 um 0,8 Prozent reduziert und die Inflation um 2,5 Prozent steigt, schreibt das Contra Magazin.

Von Edgar Schülter

Man sollte nie vergessen, dass es sich beim Referendum in Großbritannien dieses Jahres, eigentlich um eine Protestwahl handelte mit einen dünnen Sieg von 51 Prozent. Viele Wähler bereuten sogar nach der Wahl ihre Entscheidung. Man habe ja schließlich nur der Regierung eine „rote Karte“ zeigen wollen. Anderseits freuten sich ältere Generationen die sich nie so recht mit der EU anfreunden konnten, dass das „British Empire“ und die „Commonwealth“ wieder hergestellt werden.
Rezession für Großbritannien kann man nicht ausschließen

Das abnehmende Wirtschaftswachstum steht mit einer Wechselbeziehung mit rückläufigen Verbraucherausgaben und geringeren Investitionen der Unternehmen. Gleichzeitig wird Kapital abfließen. Die Wahrscheinlichkeit das Großbritannien in eine Rezession abrutscht wird größer. Das britische Pfund hat stark abgewertet, dieses verteuert die Importe und lässt die Inflation steigen. Hinzu kommt, dass viele Unternehmen den britischen Raum verlassen werden, da dieses Land an Attraktivität eingebüßt hat.
Von Zehn Maschinen bei Messeausstellungen immer nur zwei britische

Wer viel mit Messen zu tun hat kennt das alte Lied. Da stehen bei zehn Maschinen immer fünf aus Deutschland, drei aus Frankreich und zwei aus Großbritannien. Leider werden immer noch bei den Briten statt Meter, Fuß genommen. Statt Zentimeter gibt es „inches“ und alle Schrauben sind nie standardisiert und obendrein im Gewinde seitenverkehrt. Wer kauft das wenn nicht die Briten selbst?
Es ist nicht zu verwundern, dass tolle Automarken wie Jaguar und Rolls Royce irgendwann mal pleite gehen mussten. Die Ersatzteile kamen immer nur von England und waren teurer, als die in der EU hergestellten. Schließlich gelangten dann diese Automarken in deutsche Hände um nicht auszusterben. Ein herber Schlag für den Stolz der Briten.

Populisten sollten mal eine Pause zum nachdenken einlegen
Es ist nicht unbedingt der Euro oder die EU, die uns das Leben schwer machen. Vielmehr sind es solche Politiker die statt sich um das Volk zu kümmern, immer nur für die Reichen arbeiten und leider für sich selbst sorgen. Der „Brexit“ wird nicht von Erfolg gekrönt sein, denn wenn Großbritannien die EU nie gebraucht hätte, wäre es doch erst gar nicht beigetreten. Was soll sich nach dem Brexit zum Positiven verändern?

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