Ein mit dem AWACS-Radarsystem ausgerüstetes Nato-Flugzeug und eine Maschine der schwedischen Luftwaffe haben am Montag gleichzeitig Aufklärungsflüge über den Land- und Seegrenzen Russlands im südlichen Ostseegebiet unternommen, berichten westliche Webseiten.

Ihnen zufolge ist ein AWACS-Flugzeug mit der Bordnummer LX-N90451 und dem Rufzeichen Nato06 vom deutschen Nato-Stützpunkt Geilenkirchen gestartet und hat sich zur Ausführung seiner Aufgabe dem Gebiet Kaliningrad von Süden her genähert. Aus einer Höhe von 9.500 Metern überwachte es aus dem polnischen Luftraum das russische Territorium.

 

Von der Ostsee her habe sich ein schwedisches Aufklärungsflugzeug des Typs Gulfstream 4 mit der Bordnummer 102003 und dem Rufzeichen SVF623 dem Gebiet Kaliningrad genähert. Auf einer langgestreckten Ellipse sei die gesamte Küstenlinie entlanggeflogen, heißt es.

In jüngster Zeit unternehmen Militärflugzeuge der Nato-Länder und Schwedens nahe dem Gebiet Kaliningrad sowie im Luftraum über Schiffen der russischen Seestreitkräfte in der Ostsee regelmäßig Aufklärungsflüge. Beobachter heben insbesondere hervor, dass die Anzahl solcher Flüge  zugenommen habe, seitdem im Gebiet Kaliningrad neueste russische Raketenabwehrsysteme des Typs S-400, taktische Raketenkomplexe Iskander, Küstenschutz-Raketenkomplexe Bastion und Ball stationiert und zwei mit Marschflugkörpern Kalibr-NK bewaffnete Raketenkorvetten Seljonyj dol und Serpuchow aus dem Bestand der russischen Schwarzmeerflotte in die Ostsee verlegt wurden.