Während die aus dem Amt scheidende Obama-Administration nichts unversucht läßt, um in Syrien trotz eines sich abzeichnenden Kurswechsels des künftigen Präsidenten Donald Trump an der Eskalationsschraube zu drehen, scheint sich zumindest bei der NATO ein realistischeres Bild der Lage durchzusetzen. NATO-Generalsekretär Stoltenberg verteidigte jetzt die „Zurückhaltung“des Bündnisses angesichts der jüngsten Waffenerfolge der syrischen und russischen Streitkräfte im Kampf um Aleppo.

via Zuerst!

Ein Militäreinsatz könnte zu einer weiteren Eskalation beitragen, erklärte Stoltenberg gegenüber der „Bild am Sonntag“. Man riskiere, daß sich der Konflikt ausweite.

Manchmal wären die Kosten des Einsatzes militärischer Mittel größer als der Nutzen, sagte Stoltenberg. Mit Blick auf Syrien seien die NATO-Partner zum Ergebnis gekommen, „daß der Einsatz von Militär eine schreckliche Situation noch schrecklicher machen würde.“

Tatsächlich kommt es allerdings einer geradezu zynischen Untertreibung des NATO-Generalsekretärs gleich, wenn er von einer „Zurückhaltung“ des Westens in Syrien spricht: so gut wie alle Rebellengruppen, die seit 2011 mit Waffengewalt gegen die Assad-Regierung kämpfen, werden vom Westen und seinen Partnern unterstützt, trainiert und mit Waffen versorgt.

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