Angesichts der erfolgreichen Rückeroberung der syrischen Millionenmetropole Aleppo durch syrische Regierungstruppen (die von iranischen Milizen und der russischen Luftwaffe unterstützt werden), hat sich NATO-Generalsekretär Stoltenberg zur „Zurückhaltung“ des westlichen Militärbündnisses bekannt. Ein Militäreinsatz könnte zu einer weiteren Eskalation beitragen, erklärte Stoltenberg gegenüber der „Bild am Sonntag“.

 

Zuerst!

Doch diese Feststellung kommt einer Verkehrung der Tatsachen gleich. Denn gerade die Eskalation des Syrien-Konfliktes und die konsequente Verhinderung jedweder Friedenslösung haben zahlreiche NATO-Länder in den letzten Jahren betrieben und betreiben sie noch immer.

Die Internet-Nachrichtenplattform „Deutsche Wirtschaftsnachrichten“ hat jetzt anhand internationaler Medienberichte eine Liste syrischer Terror-und Rebellenorganisationen veröffentlicht, die allesamt vom Westen und seinen Verbündeten unterstützt, finanziert und/oder mit Waffen versorgt werden. Es handelt sich um nicht weniger als 16 Organisationen, von denen etwa die Al-Nusra-Front – der syrische Al-Quaida-Ableger –, die allein 12.000 bewaffnete Kämpfer umfaßt, nur eine der bekannteren ist. Andere Gruppierungen wie die „Al-Rahman-Legion“ zählen bis zu 70.000 Kämpfer, sind aber in der westlichen Öffentlichkeit kaum bekannt.

Der britische Auslandsgeheimdienst MI6 und die amerikanische CIA waren darüber hinaus maßgeblich an der logistischen Vorbereitung des Syrien-Krieges beteiligt, indem sie nach dem Sturz des libyischen Machthabers Gaddafi im Oktober 2011  eine sogenannte „Rat Line“ von Libyen nach Syrien einrichteten, um im großen Stil Kämpfer und Waffen von Libyen nach Syrien zu verlegen. MI6, CIA und französische DGSE trainierten darüber hinaus Rebellen in Jordanien, im libyschen Tripolis und in der türkischen Region Hatay für ihren Einsatz in Syrien.

Mit anderen Worten: der seit 2011 währende Krieg in Syrien, der inzwischen bis zu 500.000 Menschen das Leben gekostet hat, wäre niemals ausgebrochen bzw. hätte von den syrischen Streitkräften rasch militärisch beendet werden können, hätten der Westen und seine Verbündeten, darunter die Türkei und Saudi-Arabien, nicht jahrelang Geld, Söldner und Waffen nach Syrien geleitet und so den Konflikt angeheizt.

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