Die Staatsanwaltschaft Ankara hat sechs Verwandte des Attentäters Mevlut Mert Altintas, der den russischen Botschafter in der Türkei, Andrej Karlow, am Montag erschoss, aus der Haft entlassen, wie der Sender CNN Turk unter Verweis auf die Sicherheitsbehörden des Landes meldet.

 

Eltern, Schwester, zwei Onkel und die Frau einer der beiden sollen demnach nach dem Verhör freigelassen worden sein, da es keine Grundlage für ein weiteres Festhalten gegeben habe.

Zuvor war berichtet worden, dass die türkische Polizei habe Familienangehörige des Türken wegen eines möglichen Verdachts auf Beteiligung an dem Mord festgenommen habe. Am Montag hatte der 22-jährige Mevlut Mert Altintas den russischen Botschafter in der Türkei, Andrej Karlow, vor laufenden Kameras erschossen, als dieser bei der Eröffnung einer Fotoausstellung in Ankara eine Ansprache hielt. Altintas, der die Veranstaltung eigentlich bewachen sollte, schoss dem 62-jährigen Diplomaten mehrmals in den Rücken, bevor er selbst von den Sicherheitskräften erschossen wurde.

 

 

Außer dem russischen Diplomaten, der später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlag, wurden auch drei Personen verletzt. Videos vom Attentat zeigen, wie Altintas „Allahu Akbar“ und „Vergesst nicht Aleppo“ skandiert.

Russlands Außenministerium stufte das Geschehen als Terroranschlag ein. Präsident Wladimir Putin bezeichnete es als eine Provokation zur Untergrabung der Normalisierung der russisch-türkischen Beziehungen und des Friedensprozesses in Syrien. Die Terrormiliz Dschebhat Fatah al-Scham (früher al-Nusra-Front) hat die Tat für sich beansprucht.

Sputnik