Mindestens 30 Zivilisten sind in der nordsyrischen Stadt Al-Bab bei dem Versuch ums Leben gekommen, die Stadt zu verlassen, wie der türkische Generalstab am Montag mitteilte. Sie sollen durch von der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS — in Russland verboten) gelegte Minen und selbstgebaute Sprengsätze getötet worden sein.

„Mindestens 30 Bewohner von Al-Bab wollten die Stadt verlassen, traten dabei aber auf IS-Minen und selbst gebastelte Sprengsätze. Viele wurden verletzt“, heißt es.


Zuvor war berichtet worden, dass die türkische Armee mit Unterstützung der Freien Syrischen Armee (FSA) 138 Kämpfer der Terrororganisation Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) im Kampf um Al-Bab getötet habe.

Die Armee der Türkei hatte am 24. August ihre Operation „Schutzschild Euphrat“ gegen den IS gestartet. Laut dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geht es um die „Säuberung“ eines insgesamt 5.000 Quadratkilometer großen Territoriums, um dort eine Sicherheitszone für die Flüchtlingsrückkehr einzurichten. Damaskus verurteilte Ankaras Aktivitäten und stufte den Einmarsch türkischer Truppen in Syrien als Verletzung der Souveränität des Landes ein.