Russland und die Nato müssen gemeinsam an einer Entspannung arbeiten, wie Frankreichs Botschafter in Russland, Jean-Maurice Ripert, im Interview mit der Agentur RIA Novosti sagte. Paris sei ernsthaft besorgt.

Ripert zufolge verfolgte Paris aufmerksam die Verlegung russischer Iskander-M-Raketenkomplexen in das Gebiet Kaliningrad. „Natürlich stellen sie keine unmittelbare Bedrohung für Frankreich dar, aber uns beunruhigt die wachsende Spannung“, so der französische Diplomat.

 

 

Frankreich als Nato-Mitgliedsland habe natürlich „nicht die Absicht, die Allianz für Drohungen gegenüber Russland oder zur Förderung irgendeines Regimewechsels auszunutzen“. „Ungeachtet dessen ist es notwendig, dass Russland und die Nato mehr miteinander reden und gemeinsam auf eine Milderung der Spannung hinarbeiten“, meint Ripert.

Wie der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, zuvor erklärte, habe niemand „einen Hehl aus der Verlegung dieser Komplexe gemacht“, mehr noch, „ein ‚Iskander‘-Komplex war sogar absichtlich vor die Kameras eines vorbeifliegenden amerikanischen Aufklärungssatelliten gestellt worden, um präzisere technische Parameter dieses Satelliten zu gewinnen“.

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