Der britische Außenminister Boris Johnson sollte aus Sicht der russischen Außenamtssprecherin Maria Sacharowa sein „Vokabular“ in Bezug auf Syrien ändern. Wie sie sagte, findet sie seine Äußerungen zu dem Thema zudem überholt.

„Ich verstehe durchaus, dass Boris Johnson kein professioneller Diplomat ist, doch es muss doch Grenzen geben“, sagte Sacharowa am Dienstag bei einem Briefing.

 


Zuvor hatte Johnson gesagt, dass die Kontrolle der syrischen Armee über Aleppo nicht den endgültigen Sieg von Damaskus bedeute, weil Assad von ausländischen Truppen und der russischen Unterstützung aus der Luft zu abhängig sei.

 

„Ich werde diese Passagen, dass Assad gehen soll, gar nicht erst kommentieren, weil sie schon meiner Meinung nach zu einer ‚Antiquität‘ geworden sind“, so Sacharowa. Die einzigen, die immer noch darauf bestünden, seien nur die dickköpfigste Opposition, die Extremisten und Kämpfer. „Seine Kollegen haben längst ihr Vokabular zu diesem Thema geändert“, so Sacharowa weiter.

 

 

Die Außenamtssprecherin erinnerte zudem an Johnsons Äußerung, dass UN-Vertreter angeblich nicht nach Ost-Aleppo gelangen können. Zurzeit befänden sich etwa einhundert UN-Vertreter in der Stadt, 30 davon in Ost-Aleppo, so die Sprecherin. Es sei merkwürdig, dass Johnson nichts davon wisse oder so tue, als würde er nichts wissen.

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