Am Ende seiner Amtszeit scheint Barack Obama in Sachen Wirtschaft und Außenpolitik möglichst viele Probleme für den designierten Präsidenten Donald Trump schaffen zu wollen, wie die russische Onlinezeitung vz.ru in einem Kommentar feststellt.

 

Trump Tower

 

Vz.ru schreibt: „Fast jeden Tag kommen Nachrichten über weitere Entscheidungen des amerikanischen Noch-Präsidenten, die einen ausgesprochenen Konfrontations-Charakter haben. Ein wesentlicher Teil dieser Entscheidungen betrifft Russland. Das veranlasste manche Experten zur Behauptung, Barack Obama verschlechtere absichtlich maximal die Situation, um seinem Nachfolger im Amt einen Haufen von Problemen im russisch-amerikanischen Verhältnis zu vererben.“

 

Die Onlinezeitung verweist insbesondere auf Washingtons Beschluss, die militärische Kooperation mit Russland zu verbieten, solange dieses die Souveränität der Ukraine, aber auch auf die Erweiterung der US-Sanktionen gegen Moskau gefährde.

 

Dazu zähle etwa das Verbot, Öl- und Gasvorkommen in der Arktis auszubeuten: „Als Begründung dafür gilt der Umweltschutz. Doch dies sieht als unverhohlener Versuch aus, dem nächsten Präsidenten ein Bein zu stellen, denn einen Schwerpunkt von Trumps Wahlkampagne machte das Versprechen aus, die US-Realwirtschaft, darunter auch die Öl- und Gasförderung, wiederzubeleben.“

 

Hinzu komme auch die jüngste antiisraelische UN-Resolution: „Erstmals in der Geschichte haben die USA kein Veto gegen eine Entscheidung des UN-Sicherheitsrates eingelegt, die sich gegen ihren Schlüsselverbündeten im Nahen Osten richtet. Zwar besteht praktisch kein Zweifel daran, dass Trump diesen drastischen politischen Kurswandel korrigieren und die Position der USA in den gewohnten Rahmen zurückbringen wird, denn er hat nie seine proisraelische Haltung verborgen. Doch mit großer Wahrscheinlichkeit werden die Amerikaner gewisse Zugeständnisse gegenüber Israel machen müssen, um die Scharte auszuwetzen, und es ist ausgerechnet Trump, der mit diesem Problem zu tun haben wird.“

 

Generell scheine Obama möglichst viele „Zeitbomben“ für Trump organisieren zu wollen, und zwar in den wichtigsten Bereichen – sowohl wirtschaftlich als auch außenpolitisch, so der Kommentar.

 

„Zweifelsohne agiert Obama nicht im Alleingang. Er ist Vertreter jenes wesentlichen Teils der US-Elite, der bei der Präsidentenwahl eine Niederlage erlitten hat. Angesichts der Tatsache, dass es sich dabei um den seit acht Jahren fungierenden Staatschef einer Supermacht sowie um deren regierende Elite handelt, sieht das Geschehen aus wie ein unfassbarer, ja absurder Infantilismus und wie Kleinlichkeit“, so vz.ru.

 

Quelle: Sputnik

 

 

 

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