Nach der Eroberung von Aleppo zeigt es sich wieder einmal, welche sadistischen Gruppen vom Westen in Syrien unterstützt werden. Folter, Massenmord & vergiftete Brunnen sind ein Beleg, schreibt der Journalist Marco Maier vom Wiener Contra Magazin.

Von Marco Maier

Die Propagandisten in den westlichen Medien und in der transatlantischen Politik wurden nicht müde, den syrischen Regierungstruppen und den Helfern aus Russland, Syrien und dem Libanon vorzuwerfen, in der umkämpften Stadt Aleppo unschuldige Zivilisten zu töten. Ganz abgesehen davon, dass die Amerikaner und deren NATO-Vasallen in der Region wohl weitaus mehr Tote unter der Zivilbevölkerung verursachten, muss man auch konstatieren, dass gerade Kämpfe um eine Stadt leider immer zu zivilen Opfern führen. Dies kann man nicht wirklich verhindern.

Doch nach der Eroberung des Ostteils der Stadt von islamistischen Milizen, die auch vom Westen unterstützt wurden (weshalb man ja die antirussische Propaganda verstärkte), wurde deutlich, was diese vom Westen als «moderate Rebellen» bezeichneten Mörderbanden anrichteten. So fand man in den von den Milizen gehaltenen Gebieten mehrere Massengräber in denen die Leichen deutliche Spuren von grausamer Folter und Misshandlungen aufwiesen.

 

Syrische «Rebellen» mit einem Panzer. Bild: Flickr / Freedom House CC-BY 2.0

Als der Sieg der syrischen Regierungstruppen und deren Unterstützern gewiss war, vermienten die Milizen Straßen, Autos und Eingänge zu Gebäuden. Selbst Kinderspielzeuge wurden zu Sprengfallen umgebaut, um möglichst viele Opfer zu produzieren. Doch das ist noch nicht alles. Laut der syrischen Regierung herrscht in Damaskus derzeit extreme Wasserknappheit, weil die «Aufständischen» Quellen und Reservoirs in Wadi Barada und Ain al-Fijeh unter anderem mit Diesel vergiftet hätten. Allerdings ist das Areal auch heftig umkämpft, so dass die Kampfhandlungen möglicherweise auch zu Beschädigungen bei den Wasserleitungen in die Stadt führten.

Auf jeden Fall zeigt es sich wieder einmal, dass der Westen auf Kräfte setzt, die schlussendlich nach der Machtübernahme eine ganze Region destabilisieren können. Präsident Assad mag vielleicht kein perfekter Staatschef sein, doch im Gegensatz zu jenen islamistischen Kräften, die vom Westen und den arabischen Golfstaaten unterstützt werden, ist er ein Garant für ein multiethnisches und multireligiöses Syrien, in dem Muslime, Christen, Juden und andere Religionsangehörige aller Konfessionen zusammenleben, ohne sich deswegen gegenseitig umbringen zu müssen. Und demokratische Reformen hatte Assad schon vor 2011 versprochen, als dann die westlichen Geheimdienste damit begannen, über die Unterstützung für islamistische Gruppen einen «Arabischen Frühling» auch in diesem Land durchzuführen.

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