Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung ist für ein verstärktes Engagement Deutschlands im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS, auch Daesh — in Russland verboten), wie aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes YouGov für die dpa hervorgeht.

Demnach sollen sich 53 Prozent für eine stärkere Mitwirkung des Landes am Anti-IS-Kampf ausgesprochen haben, lediglich 30 Prozent dagegen. Dabei sei nur jeder Dritte dafür, dass die Bundeswehr IS-Stellungen in Syrien und im Irak auch selbst bombardiert. 48 Prozent sprachen sich dagegen aus.

 

Im Vorjahr – kurz nach den Pariser Anschlägen im November – sprachen sich noch lediglich 37 Prozent der Befragten für eine stärkere Beteiligung Deutschlands aus. 46 Prozent waren damals dagegen.

Spätestens mit dem Attentat auf einen Berliner Weihnachtsmarkt am 19. Dezember 2016 jedoch hat sich die Ansicht der deutschen Bevölkerung offensichtlich deutlich geändert. Die Bundeswehr unterstützt zurzeit die Luftangriffe auf IS-Stellungen mit Aufklärungsjets vom Typ „Tornado“ und einem Tankflugzeug. Außerdem bildet sie kurdische Peschmerga-Kämpfer im Nordirak aus und liefert ihnen Waffen.

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